Fr, 20. Oktober 2017

Körperverletzung?

12.03.2011 11:37

Ausbildner warf Sessel auf Soldat, weil dieser schlief

Mitten in die hitzige Bundesheer-Diskussion sind schwere Vorwürfe gegen einen Offiziersstellvertreter geplatzt. Der hochrangige Unteroffizier soll in der Kaserne Amstetten (Bild) einen Sessel nach einem 19-jährigen Rekruten geworfen haben und das nur, weil dieser weitergeschlafen hatte. Ein Disziplinarverfahren wegen Körperverletzung läuft.

Zu dem Vorfall kam es bei der sogenannten Tagwache vergangenen Faschingdienstag in der Ostarrichi-Kaserne in Amstetten – dort ist das Jägerbataillon 12 stationiert. Als der Unteroffizier vom Tag in der Früh zum Aufwecken das Mehrbettzimmer mit Grundwehrdienern betrat, reagierte ein 19-jähriger Oberösterreicher vermutlich nicht schnell genug.

Weil der junge Rekrut offenbar nicht gleich aus dem Bett kam, soll der Ausbildner einen Stuhl auf ihn geworfen haben. Der Jugendliche machte aber trotzdem noch die Ausbildung mit und ging erst am nächsten Tag ins Krankenhaus: Dort wurden Prellungen diagnostiziert, es könnte sich daher um Körperverletzung handeln.

Heeres-Sprecher Oberst Michael Bauer: "Ein Disziplinarverfahren gegen den Betroffenen wurde eingeleitet. Der Unteroffizier und der Kommandant der Kaserne haben sich bei dem Rekruten entschuldigt."

Unabhängig davon läuft nun ein Disziplinarverfahren. Die Konsequenzen gehen bis zu einer Entlassung, Militärexperten rechnen aber am ehesten mit einer Geldstrafe. Über eine mögliche Strafanzeige entscheidet nach Ablauf der Untersuchungen dann der Staatsanwalt.

von Christoph Budin (Kronen Zeitung) und noe.krone.at

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