Fr, 24. November 2017

Auch für Spezialfälle

14.12.2010 13:00

Hunde-Tagesstätte als Alternative zum Hundesitter

Viele Hundebesitzer kennen das Dilemma: Wohin mit dem vierbeinigen Familienmitglied, wenn sein Frauerl oder Herrl in die Arbeit geht? Sitter und bezahlte "Gassigeher" kümmern sich meist nur um die Grundbedürfnisse und kommen auf ein, zwei Stunden täglich vorbei. Alternativ dazu bietet jetzt in Wien eine Hunde-Tagesstätte von früh bis spät Gesellschaft und Beschäftigung. Wie im "echten" Pendant für Menschen entstehen auch hier Freundschaften.

Ein Besuch beim Anbieter "Balous Hundesofa" zeigt: Selbst schüchterne und zurückhaltende Exemplare können in guter Obhut schnell auftauen und Anschluss finden. Hier soll man den Liebling ohne schlechtes Gewissen abgeben können. Der Spaßfaktor wird vermutlich höher liegen, als wenn der Hund den ganzen Tag unter einem Bürotisch schlummert.

Seit März bietet der Hundehort im 17. Bezirk seine exklusiven Dienste an. Nie werden mehr als sechs Tiere betreut - selbst sehr kleine, alte, blinde oder taube Hunde seien herzlich willkommen, heißt es dort. Vorausgesetzt, sie sind sozialverträglich, gesund und nicht läufig. Ob die Tiere in eine Gruppe passen, muss man ausprobieren. Ein "Testhund" jedenfalls war begeistert. Ausflüge sind bei der Ganz- oder Halbtagsbetreuung inklusive.

Rückzugsgebiet "nur selten frequentiert"
Neben Spielsachen, Betten und Unterschlüpfen in diversen Farben und Formen steht den Hunden auch ein Rückzugsgebiet zur Verfügung. "Das wird aber nur selten frequentiert", erläuterte Inhaberin Rita Narath. Sie hat vor einiger Zeit der Pharmabranche den Rücken zugekehrt und als Besitzerin dreier Kleinhunde beschlossen, sich um die Ecke ihrer eigenen vier Wände in einem ehemaligen Kachelofengeschäft mit einem Hundetiergarten selbstständig zu machen.

Namensgeber "Balou", ein kleiner schwarzer Wirbelwind, freut sich sichtlich über Besuch. "Rory", eine fünfjährige Golden-Retriever-Dame, darf die Tagesstätte ausprobieren. Stundenlang apportiert der elfjährige "Hausherr" sein Lieblingsspielzeug, nachdem er den neugierigen Gast mit freundlichem Gebell in Empfang genommen hat. Rory wiederum hat den Rüden "Edi" besonders ins Herz geschlossen. Nach nur fünf Minuten tollt sie mit dem eineinhalbjährigen ungestümen Draufgänger herum. Nur schwer kann sich die Hunde-Dame später von dem portugiesischen Wasserhund mit dem schicken Kurzhaarschnitt trennen.

"Beschwerden über Gebell gibt es keine"
Als einen Pluspunkt führt die Chefin des "Kindergartens" noch die Nähe zu einem Tierarzt an. "Der hat auch Vorarbeit geleistet, was die Anrainer betrifft", sagte Narath. "Beschwerden über Gebell gibt es keine."

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