Mo, 11. Dezember 2017

Neuer ÖBB-Fahrplan

09.12.2010 15:42

Kritik von AKNÖ: "Wenig Licht, aber viel Schatten"

Scharfe Kritik an den neuen ÖBB-Fahrplänen ist am Donnerstag kurz vor dem Fahrplanwechsel mit 12. Dezember von mehreren Seiten gekommen. Der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ), Hermann Haneder, ortete angesichts der Welle von Zugseinstellungen, die über das Land hinwegrolle, "wenig Licht, aber viel Schatten". Die Initiative Probahn und die Gewerkschaft "vida" kündigten für Freitag eine gemeinsame Protestkundgebung in St. Pölten an.

Laut "Fachzeitschrift Eisenbahn Österreich" bezahle das Land nur 11,48 Euro pro Fahrgast und Jahr und damit um die Hälfte weniger als das größenmäßig vergleichbare Oberösterreich, so Haneder. Weil sich Land und Bund in der Frage der Schuld an der Ausdünnung des Nahverkehrs "ständig die Bälle zuwerfen", forderte er die Veröffentlichung der Dienstleistungsverträge zwischen Land und ÖBB.

Wird Abwanderung aus ländlichen Regionen beschleunigt?
Besonders stark betroffen von den Bahneinstellungen sei das Waldviertel: Erstmals seien die Bezirksstädte Zwettl und Waidhofen an der Thaya vom Bahnnetz abgetrennt, kritisierte die AKNÖ. Lilienfeld und Scheibbs im Mostviertel seien diesem Schicksal "nur knapp entronnen". Die Abwanderung aus ländlichen Regionen werde dadurch noch beschleunigt, fürchtet man.

In St. Pölten werden am Freitag um 12 Uhr am Gewerkschaftsplatz mehrere Initiativen aus ganz Österreich anreisen und ihren Unmut kundtun. Die Resolution "Kostenwahrheit Schiene - Straße" ist laut "Probahn" bereits von über 1.000 Menschen unterzeichnet worden. Protestkundgebungen sollen im ganzen Land stattfinden, St. Pölten sei als "Bahnvernichtungszentrale" aber Schwerpunkt.

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