Di, 21. November 2017

An Pfoten verletzt

31.08.2010 08:53

Bergretter trägt Hund Obelix vom Hochkönig

Der Hochkönig und seine spitzen Felsen sind zu viel gewesen für die Pfoten von Golden Retriever Obelix. Seine Besitzer aus Wien wollten ihn nach dem Gipfelsieg sogar mit dem Hubschrauber holen lassen, doch das Wetter war zu schlecht. Da fasste sich Bergretter Markus Hirnböck (Bild) ein Herz und rettete den verletzten Hund vom Hochkönig.

"Er war ganz brav. Als wir ihn in meinen Expeditionsrucksack gegeben haben, wusste er wahrscheinlich, dass ich ihm nur helfen will", erinnert sich Markus Hirnböck aus Maria Alm. Der Bergretter, Bergführer und Besitzer der Alpinskischule in Maria Alm kennt den Hochkönig wie die Taschen seiner Wanderhose, aber so einen Einsatz hatte er noch nie.

"Ich habe das nicht als Bergretter gemacht, sondern ganz privat, weil mir der Hund leidgetan hat. Schön, dass es so gut ausgegangen ist", freut sich der Retter und bleibt bescheiden. Immerhin brachte Obelix 30 Kilo für den vier Stunden langen Abstieg auf die Waage, aber "auf großen Touren hat mein Rucksack schon öfter so viel gewogen". Nur in der sogenannten "Kniebeißer"-Passage musste Markus seinen vierbeinigen Schützling aus dem Rucksack nehmen und schultern. "Einmal wurde er ganz unruhig. Da musste er aber nur Gassi gehen, dann ging es wieder weiter."

"Damit er ja keine Schmerzen hat"
Markus Hirnböck kam sehr gut vorbereitet auf den majestätischen Gipfel ins berühmte Matrashaus des Österreichischen Touristenclubs. "Der Besitzer von Obelix ist alleine ins Tal abgestiegen, während seine Frau beim Hund blieb. Er hat in der Tierhandlung 'Patscherl' für ihn besorgt. Wir haben ihm dann mit viel Watte die Pfoten bandagiert, damit er ja keine Schmerzen hat", erinnert sich der Bergretter. So konnte Obelix die letzten Höhenmeter bis ins Tal, als der Fels dann in saftige Almwiesen überging, schon wieder auf den eigenen Beinen absolvieren.

Markus und Obelix waren jedenfalls tagelang auf dem Matrashaus Gesprächsthema Nummer 1. Die Hüttenwirte Jeni und Roman Kurz erzählen: "Die Besitzer waren ganz verzweifelt und haben sich Sorgen gemacht. Dass Markus extra herauf gekommen ist, rechnen wir ihm hoch an."

von Melanie Hutter, "Salzburger Krone"

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