Di, 12. Dezember 2017

Comeback geplatzt

26.08.2010 13:25

DFB-Teamchef Löw verzichtet auf Michael Ballack

Die Rückkehr von Michael Ballack in die DFB-Elf und damit auch die Lösung der Kapitäns-Frage lassen weiter auf sich warten. Laut "kicker" vom Donnerstag wird Joachim Löw den 33-Jährigen wegen fehlender Fitness nicht für die EM-Qualifikation am 3. September gegen Belgien und vier Tage später gegen Aserbaidschan nominieren.

Bayer Leverkusens Coach Jupp Heynckes hatte Ballack am Mittwoch überraschend nicht zum Europa-League-Spiel nach Simferopol mitgenommen und dem gerade von einer Sprunggelenksverletzung genesenen Nationalspieler stattdessen ein spezielles Trainingsprogramm verordnet. "Es tut ihm gut, wenn er regeneriert", begründete Heynckes die Maßnahme, dem Spieler die strapaziöse Reise auf die Krim zu ersparen.

Dass der um Spielpraxis bemühte 98-fache Nationalspieler damit nicht einverstanden war, verdeutlicht Heynckes' Aussage im "Kölner Stadt-Anzeiger". "Er weiß, was ich will und warum ich das mache. Ich bin dafür zuständig, die Mannschaft zusammenzustellen. Alles andere hat der Spieler zu respektieren", sagte Heynckes. Nach seinem ersten Bundesligaspiel über 90 Minuten am Sonntag in Dortmund hatte sich der 33-Jährige für weitere Einsätze beworben: "Ich hoffe, dass der Trainer mir vertraut und ich Praxis bekomme."

Offizielle Bestätigung erst am Freitag
Löw und sein Assistent Hansi Flick hatten Ballack in Dortmund unter die Lupe genommen und sich ein Bild davon machen können, dass dieser nach seiner Mitte Mai erlittenen Verletzung noch nicht bei 100 Prozent ist. Eine offizielle Bestätigung für das Fehlen von Ballack, der letztmals am 3. März gegen Argentinien das DFB-Trikot getragen hatte, wird es aber frühestens am Freitagmittag geben, wenn der Bundestrainer seine Kandidaten für den EM-Auftakt benennt.

Für die beiden anstehenden Partien fallen auf jeden Fall die verletzten Stammkräfte Arne Friedrich und Jerome Boateng aus. Auch ein Einsatz der angeschlagenen Piotr Trochowski, Dennis Aogo und Thomas Hitzlsperger scheint fraglich. Dafür stehen Heiko Westermann und Christian Träsch vor einer Rückkehr ins Team.

Lahm erneuert Anspruch aufs Kapitänsamt
Ein Fehlen von Ballack zum Start in die EM-Qualifikation, in Zuge welcher der WM-Dritte auch auch Österreich treffen wird, könnte auch bedeuten, dass eine Klärung der Kapitänsfrage zwischen dem Neu-Leverkusener und WM-Spielführer Philipp Lahm verschoben wird. Lahm bekräftigte am Donnerstag noch einmal seinen Anspruch auf das Amt. "Meine Meinung ist noch immer dieselbe wie vor sechs Wochen: Ja", erklärte der Abwehrspieler des FC Bayern München in Interviews des "Münchner Merkur" und der "tz" auf eine entsprechende Frage.

Derweil ergriff Bastian Schweinsteiger in der Diskussion um den Spielführer erneut Partei für Ballack. "Er hat viel für die Nationalelf geleistet, und wäre er nicht verletzt gewesen, gäbe es diese Debatte doch gar nicht", sagte der Mittelfeldspieler des FC Bayern München. Eigene Ambitionen hegt der 26-Jährige nach seinen starken Leistungen bei der WM in Südafrika nicht. "Das Amt ist eine Ehre, klar. Aber ich denke, auf dem Platz kann man auch ohne Binde Verantwortung übernehmen."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden