Mo, 18. Dezember 2017

Elf Ärzte getestet

26.08.2010 08:20

Kieferorthopäden in Wien leisten meist gute Arbeit

40 Prozent aller österreichischen Kinder und Jugendlichen leiden laut dem Verband Österreichischer Kieferorthopäden an Zahnfehlstellungen. Die Verbraucherzeitschrift "Konsument" nahm aus diesem Grund in Wien elf Kieferorthopäden unter die Lupe, ob sie auf den richtigen Zeitpunkt einer Regulierung Rücksicht nehmen, welche Maßnahmen sie treffen und wie viel sie kostet. Ergebnis: Die Ärzte gaben größtenteils gute Ratschläge, dennoch rät der "Konsument" zu einer Zweitmeinung.

Die Tester konfrontierten die Ärzte mit zwei Situationen. Bei der Testperson 1 hat die Therapie möglichst bald zu erfolgen, da sonst Spätfolgen zu erwarten sind. Ein Panoramaröntgen wurde vorgelegt. Bei der jüngeren Testperson 2 ist dagegen weder aus medizinischen noch ästhetischen Gründen im Testzeitraum eine Therapie notwendig. Ein Röntgenbild lag bei Testperson 2 nicht vor, da dies aus kieferorthopädischen Gründen nicht notwendig war. Beide Kinder wurden von je einem Elternteil in die Ordinationen begleitet.

Szenario 1 lieferte kaum Probleme
Es zeigte sich, dass die Kieferorthopäden mit Testszenario 1 relativ gut zurechtkamen. Alle unterbreiteten einen adäquaten Therapievorschlag, nämlich eine Zahnspange. Sechs Ärzte informierten darüber, warum eine Regulierung notwendig ist. Fünf Ärzte schätzten die voraussichtliche Behandlungsdauer richtig ein. Was die Häufigkeit der Kontrolltermine angeht, wurden die Eltern in einigen Fällen im Unklaren belassen. Einige Kieferorthopäden erwähnten zudem nicht, dass die Kosten für ein Diagnosepaket privat zu tragen sind.

Immer Zweitmeinung einholen!
Dass es für einige Ärzte nur zu einem durchschnittlichen bzw. weniger zufriedenstellenden Testergebnis reichte, lag vor allem am Testszenario 2. Hier wurde in drei Ordinationen ein Eingriff für notwendig erachtet. Fazit des Tests: Eltern sollten in jedem Fall eine Zweitmeinung einholen und sich insbesondere bei jüngeren Kindern nicht auf nur eine Expertise verlassen.

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