Di, 12. Dezember 2017

"Nur keine Panik!"

18.08.2010 14:14

Benni Raich nach Schock-Meldungen: "In Topverfassung"

Das berühmte Matterhorn ist am Dienstag stummer Zeuge gewesen. Die sensationslüsternen Schock-Meldungen der letzten Woche über den angeblich so besorgniserregenden Gesundheitszustand von Benni Raich waren zum Glück nicht mehr als Schall und Rauch. Auf dem Gletscher über Zermatt fuhr Österreichs Ski-Superstar rund zweieinhalb Stunden. Und konnte danach seine Fan-Gemeinde höchstpersönlich beruhigen: "Keine Panik! Bei mir läuft alles nach Plan…"

Vergangene Woche war Raich zwei Tage früher als ursprünglich vorgesehen aus dem Trainingslager in Zermatt abgereist. Für manche Anlass genug zu wilden Spekulationen, die Raich unmissverständlich vom Tisch wischt: "Es hat einfach leicht gezwickt, mehr nicht. Wann soll man sich außerdem eine Auszeit nehmen, wenn nicht im Sommer. Im Winter ist das bei mir ohnehin so gut wie nie möglich. Und mehr als ein paar Läufe habe ich durch meine vorzeitige Abreise ja auch nicht versäumt."

Dass der Rücken die Achillesferse des 32-jährigen Ausnahme-Athleten ist, ist abgesehen davon ohnehin längst kein Geheimnis mehr. Schon seit seinem 17. Lebensjahr: Als ein Bandscheibenvorfall seine Karriere fast beendet hätte, noch ehe sie überhaupt richtig begonnen hat. Vor allem im letzten Winter holten ihn die Probleme bei den Dezember-Rennen in Beaver Creek und Alta Badia wieder ein. Er konnte sich danach nicht einmal selbst die Skischuhe ausziehen.

Pranger: "Es fasziniert mich, wie er weiterkämpft"
Slalom-Weltmeister Manni Pranger, letztes Jahr selbst an den Bandscheiben operiert, staunte: "Ich kann mir vorstellen, wie stark seine Schmerzen sind. Und es fasziniert mich, wie er trotzdem weiterkämpft." Raich selbst, dem Ausreden ein Greuel sind, spielte die Sache lange Zeit herunter. Erst jetzt bestätigt er erstmals: "Das war wirklich schlimm, hart an der Grenze. Dagegen war das leichte Zwicken der letzten Woche nicht einmal erwähnenswert."

Benni fühlt sich wie neugeboren
Diese Worte lassen auch die für seine Verhältnisse recht magere Ausbeute der letzten Saison in einem anderen Licht erscheinen. Er war damals, das bestätigen auch seine Betreuer, wegen der Schmerzen wirklich kurz davor, alles hinzuschmeißen. Im Vergleich dazu fühlt er sich jetzt wie neugeboren. Sportarzt Andi Lotz sowie seine Physiotherapeuten Luis Obererlacher und Martin Patsch hatten die leichten Probleme nach nur wenigen Tagen im Griff. Benni kann deshalb voller Optimismus sagen: "Körperlich bin ich in absoluter Topverfassung." Wieder bereit zum Siegen...

von Peter Frauneder, Kronen Zeitung

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