Di, 17. Oktober 2017

Ehemann angeklagt

01.05.2010 13:52

Mord nach Streit um Sorgerecht nun bald vor Landesgericht

Wegen Mordes an seiner Ehefrau, die der Beschuldigte selbst als vermisst gemeldet und damit eine wochenlange Suche ausgelöst hatte, muss sich ein Mann aus St. Pölten am Donnerstag am Landesgericht in seiner Heimatstadt verantworten. Laut Anklage soll der damals 23-Jährige am 30. August 2009 der von ihm getrennt lebenden 26-Jährigen so lang die Kehle zugedrückt haben, bis sie starb.

Der Klärung des Falls war eine zweiwöchige Suche nach der zweifachen Mutter vorangegangen. Am 2. September wurde ihre Handtasche gefunden, die sich nahe Weyer in Oberösterreich bei einem Kleinkraftwerk in der Enns verfangen hatte. Mehrere Suchaktionen unter Einsatz von Tauchern und Leichenspürhunden folgten. Sowohl der Freund, bei dem die junge Frau zuletzt gewohnt hatte, als auch der Ehemann, der über das Sorgerecht für die beiden kleinen Kinder verfügte, wurden mehrmals einvernommen.

Mehr Hintergründe siehe Infobox!

Am 16. September wurden die Befürchtungen, dass hinter dem Verschwinden der Frau ein Verbrechen steckte, Gewissheit: Ihre Leiche wurde in einer Wehranlage der Ybbs bei Hausmening (Bezirk Amstetten) gefunden. Die Tote wies Hämatome am Hals und am Oberkörper auf.

Bereits am Tag zuvor war der Ehemann auf Grund widersprüchlicher Aussagen festgenommen worden. Er zeigte sich in der Folge geständig, gab aber vor den Ermittlern an, die Tat nicht geplant zu haben. Eine Auseinandersetzung um das Sorgerecht für die Kinder sei eskaliert.

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