Sa, 18. November 2017

Gimpl zerknirscht

31.03.2010 09:12

Werden 0,84‰ zum Stolperstein für den Schul-Chef?

Beenden amtlich protokollierte 0,84 Promille im Blut des Landesschulratspräsidenten dessen Laufbahn, weil er am späten Samstagabend selber seinen Dienstwagen gelenkt hat? Die Landeshauptfrau und formal unmittelbare Chefin des Schulwesens will es bei einem strengen Verweis und einer zweiten Chance belassen. Ein großes politisches Rumoren zeichnet sich über Parteigrenzen hinweg auch nicht ab. Doch Gimpl selber ringt mit einer Entscheidung.

Es gibt Ereignisse, die besser nicht passiert wären. Aus dieser Schicksals-Kategorie hat Herbert Gimpl eines ereilt. Seit Juli 2004 als amtsführender Präsident des Landesschulrats aktiv – und als solcher auch Tausende Kilometer auf Achse.

Ausführliches Interview mit Herbert Gimpl in der Infobox!

"Fahre sehr oft selber"
Zuerst mit einem VW Passat als Dienstwagen des Landes-Pools, seit einigen Monaten mit einer Skoda Superb Limousine. Bei der Bestellung des Fahrzeugs hat er an seinen Chauffeur gedacht ("Standheizung und Automatik sind vorhanden und sicher vertretbar") – bei der jüngsten verhängnisvollen Fahrt hat er aber keinen Berufslenker beauftragt. Gimpl: "Zum einen war es keine hundertprozentige Dienstfahrt, obwohl ich vom Amt im Salzburg noch etwas geholt habe. Zum andern fahre ich auch sonst sehr oft selber."

Persönliche Katastrophe
Diesmal endete die Fahrt in einer persönlichen Katastrophe, die Gimpl auch keineswegs schönreden will. "Nur Vergleiche mit Landespolitikern, die ohne Führerschein wiederholt betrunken fuhren, möchte ich in meinem Zusammenhang nicht anstellen lassen…"

von Roland Ruess, Kronen Zeitung

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