Do, 23. November 2017

Fünf Festnahmen

25.11.2009 13:39

Polizei sprengt einen der größten Anabolika-Ringe

Die niederösterreichische Polizei hat einen der weltweit größten Anabolika-Ringe gesprengt. Für fünf Verdächtige der internationalen Tätergruppe klickten die Handschellen, darunter auch ein Fitnessstudio-Betreiber aus dem Bezirk Amstetten. Die Beschuldigten sind teilweise geständig, vier von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft.

Bei 20 Hausdurchsuchungen in Niederösterreich und Wien waren zuvor Großlager mit insgesamt zwei Tonnen Anabolika und anderen Dopingmitteln entdeckt worden. Der Schwarzmarktwert der sichergestellten Ware wird mit rund 700.000 Euro geschätzt.

Der Fitnessstudio-Betreiber aus dem Bezirk Amstetten wurde danach direkt vom Training an einem seiner Geräte weg vorläufig festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit seinen vier Komplizen über Jahre hinweg Dopingmittel an seine Hunderten Kunden verkauft zu haben.

Die Substanzen dürften in Untergrundlaboratorien in China und Osteuropa hergestellt und danach illegal nach Österreich importiert worden sein. Dass dabei die Kühlkette nicht eingehalten wurde, steigerte die Gefährlichkeit der Dopingmittel, neben Anabolika auch Hormone und Stimulanzien, zusätzlich.

Verbotene Substanzen online verkauft
Danach sollen die fünf Verdächtigen die Substanzen, allesamt nach Paragraf 22a des Anti-Dopinggesetzes verboten, im gesamten europäischen Raum und den USA vertrieben haben. Der Handel dürfte über mehrere Internetplattformen gelaufen sein, Verpackung und Versand wurden zum Teil über Büroräume durchgeführt, die unter falschem Namen angemietet worden waren.

Im Zuge der Großaktion der Ermittlungsgruppe "Anabolika" in der vergangenen Woche wurden auch Durchsuchungen in zahlreichen niederösterreichischen Fitnessstudios durchgeführt. Dabei konnte ebenfalls eine große Menge verbotener Präparate, unter anderem Parabolon, Methandienon, Wachstumshormone und Antiöstrogene, sichergestellt werden. Die Mittel dürften ebenfalls von der Tätergruppe stammen.

Kronen Zeitung und noe.krone.at

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