Mi, 22. November 2017

Causa Kampusch

02.11.2009 12:11

Adamovich wird von Brigitta Sirny vor den Kadi gezerrt

Die Würfel sind gefallen, nun steht einem Prozess gegen Ludwig Adamovich, Leiter der Evaluierungskommission im Kriminalfall Kampusch, nichts mehr im Weg. Brigitta Sirny, die Mutter von Natascha Kampusch, hatte Adamovich im September wegen übler Nachrede geklagt. Adamovichs Anwalt, Christoph Herbst, brachte nun am Montag beim zuständigen Straflandesgericht Wien eine Entgegnung ein. Nun müsse die zuständige Richterin einen Verhandlungstermin festsetzen, so Herbst.

"Die Antwort von Herrn Adamovich wird jetzt - in den nächsten Stunden - eingebracht", sagte der Anwalt am Vormittag."Nicht überraschend sagen wir, dass es eben keine üble Nachrede war."  Angeführt werde auch, warum es gerechtfertigt gewesen sei, bestimmte Dinge in der Öffentlichkeit zu sagen. Weitere inhaltliche Details der Stellungnahme wollte Herbst nicht nennen.

"Krone"-Interview löste Trubel aus
Hintergrund der Privatklage ist ein Interview des Leiters der vom Innenministerium eingesetzten Evaluierungskommission mit der "Krone". Adamovich hatte darin unter anderem erklärt, die Zeit ihrer Gefangenschaft wäre für Kampusch womöglich "allemal besser" gewesen "als das, was sie davor erlebt hat".

Das gesamte Interview mit Ludwig Adamovich findest du über den Link in der Infobox!

Sirnys Rechtsanwalt Wolfgang Miller brachte wegen dieser und ähnlicher Aussagen am 3. September eine Klage ein. "Ich bin entsetzt über die geschmacklosen Äußerungen von Dr. Adamovich. Es steht ihm nicht zu, Frau Sirny als Mutter anzugreifen", meinte er damals. Adamovich kündigte unmittelbar danach an, den "Wahrheitsbeweis" antreten zu wollen. Ein Zeitrahmen für den Prozessbeginn steht laut Herbst noch nicht fest.

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