Do, 26. April 2018

Stark, stärker, Sarah

06.04.2018 11:42

„Krone“ zu Besuch bei Vize-Europameisterin Fischer

Die „Krone“ bekam auf Besuch bei Familie Fischer Einblicke in das außergewöhnliche Leben der Vize-Europameisterin im Gewichtheben.

„Ich fahr noch das Fleisch abholen“, rief Renate Fischer ihrem Mann Ewald und den Kindern Sarah und David nach, als diese sich auf den Weg zum Training in die Kremser Sporthalle machten. „Hochlandrind, direkt vom Bauern“, erklärt der Vater, der ein strenges Auge auf den Speiseplan der erfolgreichen Tochter hat.

Die vergangenes Wochenende von der EM in Bukarest mit drei Medaillen (Silber im Zweikampf und zweimal Bronze) heimkehrte, als erste Österreicherin die 100-kg-Schallmauer im Reißen durchbrach. Mit nur 17 Jahren!

Sechs Mahlzeiten nimmt das 85-kg-Kraftpaket täglich zu sich: „Vor der EM gab es oft noch eine dritte Trainingseinheit von 22 bis 24 Uhr. Da bin ich dann um Mitternacht in der Küche gestanden“, erzählt die Mutter. Denn Sarah, die schon als kleines Mädchen ständig mit beim Training war, braucht viel Energie. Schließlich bewegt die Teenagerin zehn Tonnen an Gewichtern - täglich!

Fünf Stunden am Tag verbringen die Fischers in der kleinen Gewichtheberhalle des ACU Krems. Jenem Verein, in dem schon Opa Johann Obmann war. „Rund dreißig Kilo fehlen mir noch zur Olympiamedaille. Das ist verdammt viel“, hat die Handelsschülerin am Leistungszentrum St. Pölten ihr Ziel stets vor Augen. Gemeinsam mit dem geliebten Bruder David will sie bei den Spielen in Tokio 2020 dabei sein. „Die Zwei halten zusammen wie Pech und Schwefel“, so der Papa.

Zuhause in Rohrendorf dreht sich alles ums Gewichtheben. Doch ab und zu kommt auch bei Sarah der „normale“ Teenie durch: „Ich mag Handys, Musik und Make Up.“ Nur ein Kleid wird man im Kasten vergeblich suchen: „Irgendwo hängt noch das von der Firmung, aber das ist mir schon viel zu klein.“

Anja Richter, Kronen Zeitung

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