Fr, 23. Februar 2018

Olympia in Südkorea

10.02.2018 19:12

Skispringen: Lange Pausen, Kälte & leeres Stadion

Knapp drei Stunden hat sich der Normalschanzenbewerb der Skispringer (hier alle Infos zum Ergebnis) am Samstag bei den Olympischen Spielen hingezogen. Bei langen windbedingten Pausen, gefühlten minus zwanzig Grad und einem fast leeren Stadion kam nach Mitternacht kaum noch Stimmung auf. Mit dem Deutschen Andreas Wellinger gab es zumindest keinen Zufallssieger. Nochmals so einen Bewerb in Alpensia wünscht sich aber niemand.

Das machte auch Ernst Vettori, der Sportlicher Leiter im Österreichischen Skiverband für Kombination und Skispringen, klar: "Es war schwierig, die Punkte zeigen das auch. Wenn man von oben bis unten einen tollen Aufwind hat, dann hat man einen klaren Vorteil. Es war nicht gefährlich und es war kein Überraschungssieger. Es ist nach Mitternacht geworden, wir wünschen uns solche Wettkämpfe nicht."

Die Polen seien im zweiten Durchgang arm gewesen, mit u.a. Dawid Kubacki hatte es bereits im ersten Durchgang einen Mitfavoriten erwischt. "Aber es hat der Wellinger gewonnen, der auch im Training einer der Stärksten war", meinte Vettori.

Stefan Kraft war als 13. bester Österreicher. "Eine zähe Geschichte, und lang, über zwei Tage auch noch", konnte er angesichts der Uhrzeit sogar noch lachen. "Ich finde, ich habe keinen schlechten Job gemacht. Vom Tisch haben sie mir beide sehr gut gefallen. Unten ist mir immer irgendwie brutal das Gas ausgegangen. Ich habe immer bis 50, 60 m gemeint, ich hüpfe jetzt auch mal voll runter. Dann ist es irgendwie nie passiert."

Kraft runzelt bei Blick auf Windpunkte Stirn
Beim Blick auf die Windpunkte musste er die Stirn runzeln: "Ich habe minus 17 Windpunkte und weiß nicht, wo das war. Weil das hat sich nicht so angefühlt, bei minus 17 haut es dir normal die Ski um die Ohren." Unfair sei der Wettkampf nicht gewesen. "Unter den zehn ist keiner, der da nicht hingehört. Es war in dem Fall mühsam, aber die Besten sind vorne."

krone Sport
Redaktion
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