Mo, 20. November 2017

Guter Spürsinn

21.08.2009 15:21

Verdächtiger nach Raubüberfall in Salzburg in Haft

Rund ein halbes Jahr nach dem Raubüberfall auf das Juweliergeschäft Nadler in der Salzburger Linzergasse hat die Polizei Anfang August einen 20-jährigen Ungarn festgenommen. Der Verdächtige räumte mittlerweile ein, "dass er an dem Überfall am 13. Februar beteiligt war", erklärte am Freitag Christian Voggenberger vom Landeskriminalamt. Über den Komplizen und den Verbleib der erbeuteten Luxusuhren im Wert von rund 120.000 Euro machte der Gelegenheitsarbeiter keine Angaben.

Die Festnahme des Ungarns ist dem Spürsinn des Kripo-Chefs des Stadtpolizeikommandos Salzburg, Andreas Huber, zu verdanken. Bei einem priavten Spaziergang wurde Huber auf einen Mann aufmerksam, der sich vor einer Nadler-Filiale auffällig herumtrieb. "Er war zu warm angezogen. Irgendetwas passt nicht, dachte ich mir, und bin ihm nachgegangen", erzählte Huber.

Samurai-Schwert wie bei Überfall im Februar
Der Polizist nahm den 20-Jährigen in der Griesgasse fest. Zur Unterstützung hatte er weitere Polizisten angefordert. Bei der Personenkontrolle stellte sich heraus, dass der Verdächtige zwei Hosen trug. Er hatte auch ein Ersatz-Leibchen und eine Ersatz-Kappe mit. Beim Einsteigen ins Polizeiauto entdeckten die Beamten in seinem Hosenbein ein Samuraischwert stecken.

Wie sich herausstellte, hatte der Ungar das Schwert aus dem Dekorationsgeschäft "Gift and Things" in der Judengasse gestohlen. Der Kripo-Chef erinnerte sich an den Nadler-Überfall im Februar. Damals stürmten die beiden Täter mit einem Samuraischwert ins Geschäft. Sie trugen ebenfalls doppelte Kleidung, zuvor hatten sie das Kurzschwert aus dem Geschäft in der Judengasse gestohlen.

Positiver DNA-Abgleich
Nach dem Überfall schmissen die Räuber einige Kleidungsstücke in einen nahe gelegenen Baucontainer. Das Gewand wurde sichergestellt. Auf zwei Kleidungsstücken stimmten die DNA-Spuren mit der DNA des Verdächtigen überein. Zur Freude des Kripo-Chefs: "So einen Treffer hat man nur einmal in seinem Leben." Bei einer Gegenüberstellung hätten die Verkäuferinnen des Juweliers den Ungarn "zu 90 Prozent" wiedererkannt, so Huber.

Der 20-Jährige sitzt derzeit in U-Haft in der Salzburger Justizanstalt. Bei seiner Vernehmung leugnete er zuerst jeden Tatzusammenhang mit dem geplanten Raubüberfall am 1. August und dem Überfall am 13. Februar. Nach dem positiven DNA-Abgleich gab er einen Beteiligung zu. Ein Geständnis legte er bezüglich der beiden Ladendiebstähle aus dem Geschäft in der Judengasse ab.

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