Mo, 23. Oktober 2017

Nach Doppelmord

07.07.2009 18:52

Heurigen-Killer noch immer in Bulgarien

Festnahme vor rund einem Monat - und noch immer befindet sich der mutmaßliche Doppelmörder von Pachfurth (Bezirk Bruck/Leitha) in seiner Heimat Bulgarien. Die einst angekündigte Auslieferung an Österreichs Justiz scheint zu einer unendlichen (Rechts-)Geschichte zu werden. Ungeduld macht sich in der Bevölkerung breit.

Bereits wenige Tage nach der erschütternden Bluttat in einem Heurigenlokal in Pachfurth Anfang Juni wurde der mutmaßliche Killer, wie ausführlich berichtet, gefasst. DNA-Beweise, Augenzeugen, kein Alibi - und dennoch musste sich Tsvetan Georgiev R. bis heute noch nicht in Österreich verantworten.

"Wieso dauert das so lange?"
Eine Tatsache, die vor allem im Bekanntenkreis der Mordopfer und in der gesamten Region Unverständnis und Ungeduld aufkommen lässt: "Wann wird der Killer endlich ausgeliefert? Es kann doch nicht sein, dass das so lange dauert", so ein Bewohner aus Pachfurth. Und tatsächlich scheint es so, als hätte das Gericht in Sofia keine Eile.

Der 48-jährige Verdächtige selbst will eine Auslieferung ohnehin um jeden Preis verhindern. Um das Mordverfahren hinauszuzögern, nimmt der Ex-ATAKA-Politiker sogar freiwillig einen Diebstahl in Bulgarien auf seine Kappe.

Und die heimische Justiz muss einstweilen tatenlos zusehen - und ebenfalls warten: Karl Schober, Leiter der Staatsanwaltschaft Korneuburg: "Es soll angeblich nächste Woche eine Entscheidung geben."

von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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