Sa, 18. November 2017

„Asterix“ angezeigt

16.04.2009 14:21

„Priester“ von Zuckerl im Auge getroffen - Prozess

Mit einem ernsten Nachspiel vor Gericht endet der Villacher Fasching! Ein Oberkärntner hat zwei maskierte Zuckerlwerfer, die als "Asterix und Obelix" verkleidet waren, wegen Körperverletzung verklagt, weil ihm ein Zuckerl ins Auge geflogen war. Seit einem Jahr wird nun ermittelt, prozessiert - und verzweifelt.

Zur Vorgeschichte: Die Dorfgemeinschaft Gödersdorf hatte sich am Villacher Faschingsumzug 2008 beteiligt und sich als Gallier verkleidet. Seither wird jedoch gegen die Faschingsnarren ermittelt.
 
"Priester" in Augenklinik behandelt
"Ein Oberkärntner, der als Priester verkleidet und in der Gesellschaft von zwei Nonnen unterwegs war, hat uns geklagt", so der Obmann der Dorfgemeinschaft, Hubert Wieser. Laut der Anklage sei der Mann von einem Zuckerl am Auge getroffen worden und musste dann sogar in der Augenklinik behandelt werden.

"Was sollen wir tun?"
Vier Gödersdorfer, die zum Tatzeitpunkt des fahrlässigen "Zuckerl-Wurfs" auf dem Faschingswagen standen, konnten von Kripo-Ermittlern als mögliche Täter ausgeforscht werden. Und diese mussten bereits vor Gericht erscheinen. "Was sollen wir tun?", ist Vereinobmann Wieser verzweifelt: "Wir können uns ja keinen langen Prozess leisten, weil wir das Geld für Anwaltskosten, Gutachten & Co. einfach nicht haben. Das wenige Geld, das wir haben, investieren wir nämlich in die Dorfverschönerung."

"Nehmen keine Schuld auf uns"
Die Gödersdorfer sind daher an einer außergerichtlichen Einigung interessiert: "Wir nehmen aber dennoch keine Schuld auf uns, weil wir schließlich nicht die einzigen waren, die beim Umzug mit Zuckerln geworfen haben."

von Hannes Wallner, Kronen Zeitung

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