So, 19. November 2017

Tod auf der Piste

26.03.2009 10:20

Natasha Richardsons Organe wurden gespendet

Nach ihrem eigenen Tod rettet die nach einem tragischen Ski-Unfall gestorbene Schauspielerin Natasha Richardson Leben: Gemäß dem Wunsch der Familie wurden die Organe der 45-Jährigen gespendet, um anderen Menschen zu helfen. „Es wäre so in ihrem Sinne“, erzählte ein Freund dem US-Magazin „People“. „Sie hat so viel Zeit damit verbracht, das Stigma AIDS zu bekämpfen; so jemand würde auf jeden Fall seine Organe spenden. Vor allem, wenn damit ein anderer Mensch von seinem Leiden erlöst werden kann.“ Am vergangenen Sonntag wurde die Ehefrau von Schauspieler Liam Neeson und Tochter von Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave beigesetzt.

Wie "People" weitere berichtete, hätte Richardsons Familie im Lenox-Hill-Krankenhaus in Manhattan vor dem Abschalten der Maschinen, die die 45-Jährige am Leben erhielten, beschlossen, dass die Organe der Mimin dazu benutzt werden sollten, andere Menschen zu retten.

Richardson war am 18. März einen Tag nach einem Ski-Unfall in Kanada an den Folgen einer Gehirnblutung gestorben. Die 45-Jährige war im Skigebiet Mont Tremblant nahe Québec auf einer Anfängerpiste während einer Unterrichtsstunde hingefallen. Sie hatte keinen Helm getragen, sich bei dem Sturz aber auch keine sichtbaren Verletzungen zugezogen. Deshalb schickte sie auch ein Ambulanzteam, das sie nach ihrem Sturz untersuchen wollte, weg. Mit der Begründung, ihr fehle nichts. Eine tragische Fehleinschätzung...

Erst nach vier Stunden untersucht
Nach Angaben der zuständigen Notrufzentrale vergingen fast vier Stunden, bevor Richardson von einem Arzt untersucht wurde. Denn auch als sie kurz nach dem Unfall in ihrem Hotelzimmer unter Kopfschmerzen litt, wollte die 45-Jährige zunächst keinen Arzt sehen, hieß es. Ein dann doch herbeigerufener Sanitäter habe aber den Ernst der Lage erkannt und die Schauspielerin sofort in ein örtliches Krankenhaus gefahren. Von dort sei sie per Krankenwagen in eine Trauma-Klinik nach Montreal gebracht worden.

Hätte sie gerettet werden können?
Weil in dem kleinen Wintersportort kein Hubschrauber für den Krankentransport zur Verfügung stand, spekulierten US-Medien, dass Richardson bei einer schnelleren Behandlung und einer Notoperation möglicherweise überlebt hätte. Doch die Mimin starb einen Tag nach dem Unfall und wurde am vergangenen Sonntag im kleinen Familien- und Freundeskreis in Millbrook im US-Bundesstaat New York beigesetzt (siehe Infobox). Richardson lebte dort mit Neeson und den Söhnen Micheal (13) und Daniel (12) in einem Landhaus.

Berühmte Schauspielerdynastie
Natasha Richardson entstammt einer bekannten Schauspielerdynastie: Ihr Großvater war der Schauspieler Sir Michael Redgrave, ihre Mutter Oscar-Preisträgerin Vanessa Redgrave ("Julia") und ihr Vater der 1991 an AIDS gestorbene Regisseur Tony Richardson.

Richardson und ihr Ehemann Liam Neeson ("Schindlers Liste"), mit dem sie seit 1994 verheiratet war, galten vielen als Traumpaar. In einem Zeitungsinterview scherzte sie einmal, dass sie sich als Paar perfekt ergänzten: "Für mich ist das Glas immer halb voll, während es für ihn immer halb leer ist."

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