Mo, 21. Mai 2018

Vermögen verzockt

09.10.2008 18:38

Buchhalter kostet seinen Arbeitgeber 200.000 ¿

Zwölf Jahre lang hat ein Grazer Angestellter in der Buchhaltung seinen Arbeitgeber hintergangen und einen Schaden von mindestens 200.000 Euro angerichtet. Der 46-jährige Spielsüchtige erstattete Selbstanzeige, laut Polizei, weil die "Belastung zu groß" geworden sei. Der Verdächtige wollte einen Schlussstrich ziehen und seine Spielsucht sowie deren Folgen hinter sich lassen, hieß es.

Der Grazer hatte sich am Donnerstag bei der Polizei gemeldet und angegeben, dass er im Laufe der Jahre von sogenannten "Barkunden" der Gastrobedarf-Firma Geldbeträge in der Höhe von rund 150.000 Euro abgezweigt und verspielt habe. Die Veruntreuung wurde vom Arbeitgeber nie bemerkt, da der Verdächtige in der Buchhaltung sowie an der Kassa tätig war und dadurch entsprechende Umbuchungen auf Konten von Großkunden durchführen konnte. Wenn es zu externen Prüfungen kam, verschob der 46-Jährige die entsprechenden Posten.

"Überlastet von der Situation"
Neben dem Geld, das der Angestellte so in die eigene Tasche wirtschaftete, dürfte er seinem Arbeitgeber einen weiteren finanziellen Schaden über rund 50.000 Euro zugefügt haben. "Überlastet von der Situation" habe er säumige Kunden nicht gemahnt und auch keine weiteren rechtlichen Schritte eingeleitet, hieß es von der Polizei. Der Mann wurde angezeigt.

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