Di, 22. Mai 2018

Ende der Stadtflucht

08.09.2008 11:14

Wohnen im Zentrum ist jetzt wieder "in"

Jahrzentelang sind die Einwohnerzahlen im innerstädtischen Bereich rückläufig gewesen. Der Grund: Viele Grazer wollten raus aus der Stadt. Heute ist das anders: Immer mehr Menschen fühlen sich vom urbanen Leben angezogen - laut Statistik sind heute in der Innenstadt 5.000 Menschen mehr gemeldet als noch im Jahr 1998.

"Der Trend der Stadtflucht konnte gestoppt werden", sagt Josef Rogl von der Abteilung für Stadtplanung der Stadt Graz. Das bestätigt auch der Wohnbauexperte Günther Rettensteiner: "In der Innenstadt stehen nur drei bis vier Prozent der Wohnungen leer."

Ausgenommen Bezirk Innere Stadt
Das zeigt auch das Bevölkerungs-Plus der vergangenen Jahre - einzige Ausnahme: der Bezirk Innere Stadt. Hier hat sich die Einwohnerzahl sukzessive verringert - bis heute. Die Statistik verdeutlicht das: So sind die Einwohnerzahlen seit 1948 von 11.750 Gemeldeten im Jahr 1948 auf 3.394 (Stand: 2007) "abgestürzt".

Leben im Stadtkern immer teurer
Die Gründe dafür seien vielfältig: "Früher gab es im 1. Bezirk praktisch keine Geschäftswelt, dafür viel mehr Wohnungen - heute ist es genau umgekehrt", erklärt Helmut Nestler, Statistik-Chef der Stadt. Dass sich der Bezirk Innere Stadt wieder zu einem Wohnbezirk entwickelt, hält Nestler für augeschlossen: Das Leben im Stadtkern werde zwar immer attraktiver, die Mieten im 1. Bezirk aber auch immer teurer: "Und das kann und will sich kaum einer leisten!"

von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"

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