Fr, 23. Februar 2018

Im Umfragetief

03.09.2008 00:57

Eine Million "auf der Flucht" vor Rot-Schwarz

Nur noch knapp vier Wochen bis zur Nationalratswahl, und nun zeichnet sich immer deutlicher ab, dass sowohl SPÖ als auch ÖVP bei dieser Wahl eine noch nie dagewesene Strafaktion droht: Laut allen Umfragen befinden sich nämlich bis zu eine Million Wähler auf der Flucht vor Rot und Schwarz. Erster wird der sein, der weniger verliert.

Zur Erinnerung das Wahlergebnis für SPÖ und ÖVP vom 1. Oktober 2006: Damals schaffte die Gusenbauer-SPÖ 35,3% und die Schüssel-ÖVP 34,3%. Zusammen sind das fast 70 Prozent Wähleranteil. Von einem solchen Ergebnis können die nunmehrigen Spitzenkandidaten Faymann und Molterer aus heutiger Sicht nicht einmal träumen: In den Umfragen liegen ja SPÖ und ÖVP bekanntlich Kopf an Kopf - beide jedoch auf einem historischen Tiefststand von klar unter 30 Prozent.

Das verheißt für die Wahl am 28. September sowohl für Rot als auch Schwarz nichts Gutes: Zusammen werden es SPÖ und ÖVP auf nicht viel mehr als 55% Wähleranteil bringen - ein Gesamtverlust gegenüber 2006 von 15%. Das wiederum heißt im Klartext, dass sich bis zu eine Million Wähler von SPÖ und ÖVP verabschieden dürften.

Wer wird am Schluss die Nase vorn haben?
Platz 1 bei der Wahl am 28. September wird jedenfalls die Partei schaffen, die ihre Verluste gegenüber 2006 in Grenzen halten kann, wer mehr verliert, ist Zweiter. Prognosen sind aus heutiger Sicht schwierig, allerdings befindet sich die SPÖ im Aufwind, weil sie einen Rückstand von etwa 5% auf die ÖVP in allen Umfragen wettmachen konnte. Die ÖVP wiederum setzt auf ein starkes Finish und hofft, dass der SPÖ nach ihrem Frühstart in den Wahlkampf vielleicht noch die Luft ausgeht.

Von Peter Gnam, Kronen Zeitung

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