Di, 17. Oktober 2017

"Fehlbeurteilung"

22.08.2008 16:37

Kritik an Bericht zur Beseitigung des Rassismus

Heftig hat der Kärntner Heimatbund auf den aktuellen Länderbericht des UNO-Komitees zur Beseitigung von Rassismus (CERD) reagiert. Die Organisation sieht sich als Opfer einer "krassen Fehlbeurteilung" durch die Vereinten Nationen. Stein des Anstoßes: Das UNO-Komitee CERD hatte im Zuge der Erstellung seines Berichts beim Außenministerium um eine Darstellung der Aktivitäten des Kärntner Heimatdienstes (KHD) und des Kärntner Abwehrkämpferbundes (KAB) gebeten - und diese auch erhalten. In den Schlussfolgerungen des UNO-Komitees werden die beiden Organisationen allerdings nicht mehr erwähnt.

Dies bekräftigte am Freitag auch Außenministerin Ursula Plassnik: Der Kärntner Heimatdienst und der Kärntner Abwehrkämpferbund würden weder im Bericht noch in den Empfehlungen erwähnt "oder gar in irgendeiner Weise kritisiert". "Vielmehr hat Österreich dem Komitee gegenüber in einer Antwort auf eine Fragenliste die positive Rolle der Kärntner Traditionsverbände deutlich gemacht. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum Dialog in Kärnten", so die Außenministerin.

"Insbesondere der Heimatdienst unter der Führung von Josef Feldner hat sich gemeinsam mit Chefs des Zentralverbandes slowenischer Organisationen und der Gemeinschaft der Kärntner Slowenen, Marjan Sturm (Bild) und Bernard Sadovnik, und Professor Stefan Karner für den Konsens zwischen den Bevölkerungsgruppen in Kärnten eingesetzt. Es wäre nicht nur unfair, sondern auch politisch unklug, diese konstruktive Rolle nicht anzuerkennen oder gar zu bestreiten", so die Ministerin weiter.

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