Do, 23. November 2017

9 Punkte, 9 Tore

18.06.2008 16:35

Niederlande steigen mit Punktemaximum auf

Neun Punkte, neun Tore - und das in der sogenannten "Todesgruppe": Die niederländische Nationalmannschaft hat die Gruppenphase der EURO 2008 am Dienstag mit Stil beendet. Selbst mit ihrem B-Team besiegten die Oranjes Rumänien in Bern mit 2:0 (1:0). Davor hatten die Niederländer bereits Weltmeister Italien und Vizeweltmeister Frankreich vorgeführt. "Wir sind stolz auf diese drei Siege. Aber im Viertelfinale beginnen wir wieder bei Null", betonte Oranje-Teamchef Marco van Basten.

Neun Spieler hatte Van Basten gegenüber den Triumphen gegen Italien (3:0) und Frankreich (4:1) geändert, doch auch die zweiter Garnitur vermochte zu gefallen. Vor allem Robin van Persie, der das sehenswerte 2:0 erzielt hatte und zum "Man of the Match" gewählt wurde, drängt in die Startformation. Vor Turnierbeginn hatte den Arsenal-Stürmer eine Oberschenkelverletzung seinen Stammplatz gekostet. "Ich bin sehr froh für ihn. Er hat sehr hart gearbeitet und ist dafür belohnt worden", sagte Van Basten.

Der Bondscoach warnte allerdings davor, aus dem Spiel gegen die Rumänen "vorschnelle Schlüsse" zu ziehen. "Wir haben zwei mental und physisch sehr anstrengende Spiele gehabt. Es war die ideale Gelegenheit, noch einmal Spieler zu schonen", erklärte Van Basten. Er habe diese Vorgehensweise auch mit seinen Stammkräften besprochen. Vor den Niederländern waren auch die als Gruppensieger feststehenden Portugiesen und Kroaten bereits mit B-Teams angetreten, um keine Gelben Karten zu riskieren.

Van Basten freut sich für Italien
Im Vorfeld war viel über die Aufstellung und eine mögliche absichtliche Niederlage der Oranjes spekuliert worden, um Italien und Frankreich gemeinsam aus dem Turnier zu nehmen. Eine motivierte B-Elf belehrte die Fußball-Welt eines Besseren. "San Marco, der wahre Schutzpatron von Italien", schrieb die niederländische Zeitung "Algemeen Dagblad". Van Basten gestand auch seine Freude für Italiens Teamchef Roberto Donadoni, mit dem er einst beim AC Milan große Erfolge gefeiert hatte.

"Der Oranje-Zug rast weiter", titelte "De Telegraaf". Selbst die geschonten Stars jubelten ausgelassen, wie es bisher ihre Ersatzleute getan haben. "Wir haben ein Team mit 23 Klassespielern. Da muss man sich daran gewöhnen, dass man oft auch auf der Ersatzbank sitzt", sagte Huntelaar, der den rumänischen Defensivwall mit seinem Tor durchbrochen hatte. Der 24-jährige Goalgetter hält damit in vier Länderspielen in diesem Jahr bei fünf Toren. An Ruud van Nistelrooy kommt er trotzdem nicht vorbei.

Auch Van Persie hat mit Wesley Sneijder, Arjen Robben und Rafael van der Vaart drei Kaliber vor sich. "Wir haben eine große Auswahl für die Aufstellung", sagte Van Basten sichtbar zufrieden. "Wir haben diese drei Spiele großartig gemeistert. Aber zu sagen, dass wir jetzt Favorit sind, halte ich für unzulässig. Die richtigen Endspiele beginnen erst jetzt." Über den möglichen Viertelfinal-Gegner - Russland oder Schweden - wollte sich der Bondscoach noch nicht äußern. "Wir müssen abwarten und den Gegner genau analysieren. Vorerst ist Orange glücklich."

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