Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Chia-Samen Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Chia-Samen sollen gegen Bauchfett wirken und einen blutdruck- und cholesterinsenkenden Effekt haben.
  • Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren in Chia-Samen macht die schwarz-weißen Körnchen zu einem Superfood.
  • Maximal eineinhalb Esslöffel Chia-Samen sollten Sie täglich verzehren.

chia samen testDie gesundheitsfördernde Wirkung von Chia-Samen, aber auch deren Verwendbarkeit als vegane Pudding- und Ei-Alternative, haben den aus Südamerika stammenden Samen eine große Anhängerschaft beschert.

In unserer Chia-Samen-Kaufberatung auf Krone.at stellen wir Ihnen das Superfood 2020 ausgiebig vor. Außerdem verraten wir Ihnen, weshalb Chia-Samen zum Abnehmen genutzt werden, in welche Kategorien sich Chia-Produkte einteilen lassen und warum Sie nicht zu viele der beliebten Samen zu sich nehmen sollten.

1. Was sind Chia-Samen und woher kommen sie?

Kann der Verzehr von Chia-Samen mit Nebenwirkungen einhergehen?

Zwar sind Chia-Samen grundsätzlich ein gesundes Lebensmittel, doch können bei einer falschen oder unbedachten Anwendung durchaus Nebenwirkungen entstehen. So sollten Chia-Samen im besten Fall mit Flüssigkeit und nach einer gewissen Quelldauer verzehrt werden, da es ansonsten zu Verdauungsproblemen wie Verstopfung oder Durchfall kommen kann. Außerdem können trocken verzehrte Chia-Samen Blähungen hervorrufen. Wer blutverdünnende Medikamente einnimmt, sollte auf Chia-Samen verzichten, die zusätzlich blutverdünnende Eigenschaften aufweisen. Wer allergisch auf Salbeigewächse reagiert, sollte zunächst seine Verträglichkeit gegenüber Chia-Samen einem Test unterziehen.

Als Chia-Samen werden die Samen der Chia-Pflanze bezeichnet. Diese gehört zur Gattung der Salbeigewächse und kommt in regenarmen Gebieten, darunter insbesondere in Südamerika, den Südstaaten der USA, Australien und Kenia vor und wird gezielt dort angebaut.

Den Samen der lila oder weiß blühenden Pflanze werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. So sollen Chia-Samen gegen Verstopfung, Blähungen, Mikroentzündungen und einen zu hohen Blutzuckerspiegel wirken. Außerdem spricht man der Saat einen gewichtsreduzierenden Effekt zu.

Chia-Samen sollen insbesondere gegen Bauchfett wirken, was so nicht eindeutig durch Studien bewiesen werden konnte. Allerdings quellen sie in Verbindung mit Flüssigkeit stark auf, was bei Verzehr der Samen zu einem länger anhaltendem Sättigungsgefühl führen kann.

Darüber hinaus enthalten Chia-Samen wertvolle Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, weshalb sie auch als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden. Insbesondere die vergleichsweise hohen Anteile enthaltener Omega-3, -6 und -9-Fettsäuren tragen zum guten Ruf der Samen bei.

Es werden außerdem hohe Mengen an Eisen, Kalzium, Zink, Vitamin C und Vitamin B3 aufgenommen, wenn Sie Chia-Samen zu sich nehmen. Neben einer Stärkung des Immunsystems sollen diese Inhaltsstoffe die Haut- und Haargesundheit fördern.

Auch die übrigen Nährwerte der Samen sind für ernährungsbewusste Konsumenten interessant. Hier fällt auf, dass Chia-Samen einen relativ hohen Kohlenhydrate-Anteil aufweisen.

Im Durchschnitt enthalten 100 Gramm der Samen 42 Gramm Kohlenhydrate. Im Vergleich dazu weisen Leinsamen einen Kohlenhydrate-Anteil von 0 Gramm auf. Dennoch können Chia-Samen zum Abnehmen genutzt werden, da sie etwa 486 Kalorien pro 100 Gramm beziehungsweise 24 Kalorien pro Teelöffel liefern und dabei besonders lange satt machen.

2. Chia-Samen im Vergleich: In welcher Form können Sie die Samen kaufen?

Je nachdem, wie Sie Ihre Samen genießen möchten, zum Beispiel als Öl in einem Salatdressing, als Topping oder Puddingzutat, empfehlen sich unterschiedliche Verarbeitungsformen der Samen.

Auf Krone.at stellen wir Ihnen diese sowie die jeweiligen Besonderheiten und Verwendungsmöglichkeiten kurz vor:

Chia-Samen-Typ Eigenschaften
Chia-Samen als Eigenprodukt
  • meist in 500 Gramm- oder 1 Kilogramm-Packungen angeboten
  • schwarze oder weiße Samen erhältlich (bislang keine Unterschiede hinsichtlich Inhaltsstoffen und Nährwerten festgestellt)
  • unbedingt auf Qualitätssiegel und Hinweise zur Behandlung mit Pestiziden achten
  • circa 2,50 Euro pro 100 Gramm
  • ideal für die Verwendung in Chia-Pudding, Brot, Smoothies und als Chia-Samen-Salat-Topping
Chia-Samen als Komponente
  • in Chia-Öl, Brot, Nuss- und Fruchtmischungen, Chia-Joghurt, Trinkschokolade, Porridge, etc. enthalten
  • dürfen maximal 10 Prozent an Gesamtmasse ausmachen

3. Chia-Samen im Test: Wie finden Sie die besten naturbelassenen Chia-Samen?

Egal in welcher Form (ganze Samen, Chia-Samen-Öl oder gemahlen) Sie Chia-Samen kaufen: Sie sollten stets auf Qualitätssiegel achten. Vor allem sehr günstige Chia-Samen sind häufig mit Pestiziden belastet.

Ein Bio-Siegel kann einen ersten Aufschluss über die Qualität der Samen geben, verrät jedoch auch nicht alles. Im Folgenden haben wir für Sie aufgelistet, welche Vor- aber auch Nachteile die Kennzeichnung der Chia-Samen durch ein Bio-Siegel hat:

    Vorteile
  • bestätigt, dass Chia-Samen aus ökologischem Landbau stammen (zu mindestens 95 Prozent)
  • Bio-Produzenten unterliegen regelmäßigen Kontrollen
  • geringere Rückstände von Pestiziden in Bio-Chia-Samen
    Nachteile
  • Rückstände, zum Beispiel von Unkrautvernichtungsmitteln, in verschiedenen Tests auch in Bio-Chia-Samen gefunden
  • auch in Bio-Produkten muss nicht zu 100 Prozent Bio-Qualität stecken
  • genauere Recherchen nötig (zum Beispiel aktuelle Urteile von Öko-Test)

4. Welche Hersteller bieten Chia-Samen an?

Verschiedene Bio-Lebensmittel-Marken und Hersteller natürlicher Nahrungsergänzungsmittel bieten Chia-Samen pur, in Form von Ölen oder als Zusatz in Müsli-, Knabber- und Porridge-Mischungen an, darunter zum Beispiel:

  • Naduria
  • Naturacereal
  • Aleavedis
  • Rapunzel
  • MeaVita
  • Dr.Groß

5. Was urteilt Stiftung Warentest?

Chia-Samen und Blüten einer Chia-Pflanze

Chia-Pflanzen gehören zur Gattung der Salbeigewächse.

Stiftung Warentest lobt die schwarz-weißen Samen vor allem für ihren Omega-3-Fettsäuren-Anteil und betont in diesem Zusammenhang die Wirkung von Chia-Samen als Blutdruck- und Cholesterin-Regulierer.

Allerdings merkt das Institut auch an, dass die Nährstoffanteile, je nach Zeitpunkt der Ernte und nach Anbaugebiet, variieren. Zudem lägen bislang keine Langzeitstudien zum Chia-Samen-Konsum vor, was eine klare Aussage bezüglich der Auswirkungen eines regelmäßigen Verzehrs der Samen über lange Zeit unmöglich mache. Ein offizieller Chia-Samen-Testsieger wurde nicht bestimmt.

Achtung: Leinsamen werden von Stiftung Warentest als eine sinnvolle Alternative zu Chia-Samen angeführt, da sie ähnliche Inhaltsstoffe aufweisen und dabei günstiger sind. Allerdings enthalten Leinsamen, anders als Chia-Samen, Blausäure – wenn auch in sehr geringen Mengen. Daher sollten Sie auch hiervon maximal 20 Gramm täglich zu sich nehmen.

6. Chia-Samen selbst anpflanzen: Geht das?

Schwarze und weiße Chia-Samen

Es gibt schwarze und weiße Chia-Samen, die sich im Hinblick auf ihre Inhaltsstoffe allerdings nicht unterscheiden.

Chia-Pflanzen können Sie auch selbst anbauen, zum Beispiel um die negativen klimatischen Auswirkungen des Transports der Samen aus Südamerika und Australien nach Europa einzudämmen.

Geben Sie dazu im Frühling einzelne, möglichst frische und unbehandelte Samen in ein feuchtes Küchenpapiertuch oder bedecken Sie diese in einer flachen Schale mit nur wenig Erde.

Sorgen Sie dann dafür, dass die Samen stets warm und feucht sowie möglichst häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Bewahren Sie sie jedoch im Haus oder in der Wohnung auf, um sie vor Kälte zu schützen.

Nach etwa 10 Tagen sollten die Pflänzchen erste Triebe zeigen. Sind die jungen Chia-Pflanzen etwa 10 Zentimeter hoch, können sie, insofern kein weiterer Kälteeinbruch mehr zu erwarten ist, in den Garten gepflanzt werden. Wählen Sie dazu einen möglichst sonnigen Ort.

Im Spätsommer bis Frühherbst können Sie sich an den weißen oder violetten Blüten der Pflanzen erfreuen. Eine Ernte der Samen ist etwa ab September möglich.

7. Wie verwendet man Chia-Samen?

Chia-Samen lassen sich zur Zubereitung verschiedener herzhafter wie süßer Speisen nutzen. Auch zum Verfeinern eignen sich die Samen mit ihrer gesundheitsfördernden Wirkung sehr gut.

So sind sie wunderbar als knuspriges Topping auf Salaten verwendbar und auch in Joghurt eingerührt ergeben Chia-Samen eine nette Ergänzung.

Auf Krone.at haben wir für Sie einige der beliebtesten Chia-Samen-Rezepte zusammengestellt:

7.1. Chia-Pudding

Chia-Pudding in verschiedenen Varianten

Chia-Pudding ist eine vegane und gesunde Alternative zu herkömmlichen Puddingsorten.

Für den klassischen Chia-Pudding geben Sie etwa 250 Milliliter Milch in eine Schüssel oder ein Einmachglas. Verwenden Sie am besten eine gute Pflanzenmilch. Besonders lecker sind Kokos- oder Mandelmilchvariationen.

Wer möchte, kann die Milch mit etwas Agavendicksaft oder Birkenzucker süßen. Auf 250 Milliliter Flüssigkeit kommen 4 Esslöffel Samen, die unter ständigem Rühren in die Milch gegeben werden.

Der Pudding kann nach Belieben mit Gewürzen, zum Beispiel mit Kardamom oder Zimt, abgeschmeckt werden, bevor er mindestens eine Stunde an einem ruhigen und kalten Ort quellen gelassen wird. Servieren Sie ihn mit frischen Früchten oder bestäubt mit Kakao. Eine sehr beliebte Komposition ist auch Chia-Pudding mit Bananen-Topping.

7.2. Chia-Brot

Eine weitere Art, um Chia-Samen zum Frühstück oder als Snack zu genießen, besteht darin, sie in Brot einzubacken. Dazu müssen Sie die Chia-Samen für das Brot zunächst einweichen. Geben Sie hierzu circa 30 Gramm Chia-Samen in 200 Milliliter Wasser und lassen Sie die Mischung über Nacht quellen.

Streuen Sie, 15 Minuten bevor Sie mit den Vorbereitungen beginnen, weitere 50 Gramm Leinsamen in Wasser und lassen diese ebenfalls anquellen.

Mischen Sie in einer großen Schüssel 500 Gramm Dinkelmehl (je nach Belieben hell oder dunkel) und 150 Gramm Haferflocken. Bilden Sie in der Mitte der Mischung eine Mulde und fügen Sie

  • 1 Ei
  • 25 Gramm frische oder einen halben Teelöffel Trocken-Hefe
  • die Lein- und Chia-Samen, die Sie für das Brot haben einweichen lassen
  • einen flachen Teelöffel Honig
  • 3 Esslöffel Öl
  • 2 Teelöffel Salz

hinzu. Die Hefe muss sich ein paar Minuten entfalten. Verkneten Sie anschließend alles zu einem glatten Teig.

Lassen Sie diesen etwa eine Stunde abgedeckt gehen. Fetten und mehlen Sie eine Kastenform, geben Sie den Teig hinein und lassen Sie ihn eine weitere Stunde stehen. Backen Sie den Brotlaib bei 180 Grad Umluft für etwa 45 Minuten.

7.3. Chia als Ei-Ersatz

Wer vegane Speisen zubereiten oder sein Cholesterin senken möchte, kann Chia-Samen außerdem als Ei-Ersatz nutzen. Verrühren Sie dazu drei Esslöffel Wasser mit einem Esslöffel Chia-Samen und lassen Sie die Mischung kurz quellen, bevor Sie sie zu einem Kuchen-, Keks- oder Brotteig geben.

8. Häufig gestellte Fragen zu Chia-Samen

Sie möchten mehr über die gesunden Chia-Samen erfahren? Dann finden Sie abschließend auf Krone.at Antworten auf einige der am häufigsten gestellten Fragen zu dem beliebten Superfood.

8.1. Wie viele Chia-Samen sollte man pro Tag maximal zu sich nehmen?

Generell sollten Sie eine tägliche Maximaldosis von 15 Gramm nicht überschreiten, da eine gesundheitsschädliche Wirkung von Chia-Samen darüber hinaus nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.

8.2. Kann ein Baby mit Chia-Samen gefüttert werden?

Chia-Samen-Smoothie mit Kiwis in Einmachglas

Mit Chia-Samen können Sie auch leckere und gesunde Smoothies zaubern.

Ihrem Baby sollten Sie, diversen Tests nach, noch keine Chia-Samen anbieten. Der Verdauungstrakt der Kleinen ist noch nicht darauf ausgelegt, die Samen zu verarbeiten und ihnen die wertvollen Stoffe zu entziehen. Stattdessen kann das Füttern sehr junger Babys mit Chia-Samen zu Verstopfungen oder Blähungen führen.

Kleinkinder können, je nach Ermessen der Eltern, einen halben bis ganzen Teelöffel Chia-Samen in Form von Chia-Pudding oder als Erfrischungsgetränk mit etwas frischem Obstsaft und Wasser zu sich nehmen.

8.3. Kann man die Samen in eine glutenfreie Diät integrieren?

Chia-Samen sind von Natur aus glutenfrei, weshalb sie auch von Menschen mit Glutenallergie verzehrt werden können. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie unbehandelte Chia-Samen in Bio-Qualität kaufen, um Reaktionen auf Pestizide zu vermeiden.

Chia-Samen können für verschiedene getreidefreie Rezepte, etwa glutenfreies Chia-Samen-Brot oder anderes glutenfreies Gebäck, verwendet werden.

Bildnachweise: shutterstock.com/Ellen Mol, shutterstock.com/vainillaychile, shutterstock.com/marekuliasz, shutterstock.com/Alexandra Anschiz, shutterstock.com/nadianb (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)