Das freie Wort

Afghanische Horrorwelt

Wenige Monate nach der Machtübernahme durch die Taliban ist Afghanistan wieder in der Steinzeit. Trotz anders lautender Ankündigungen der Religionskrieger werden die Rechte der Frauen rigoros beschnitten und jeder Verstoß dagegen drastisch geahndet. Afghanistan wird optisch ein Land ohne Frauen, denn im öffentlichen Bereich sind Frauen nicht mehr wahrnehmbar. Die alles verhüllenden Burkas berauben die Frauen ihrer Identität, sie werden zu wandelnden Stoffhüllen erniedrigt. Es ist grausam, erbärmlich und unmenschlich, wie durch eine menschenverachtende Religionsauslegung Frauen gepeinigt und entrechtet werden. Was denken die Frauenorganisationen der westlichen Welt über diesen entsetzlichen Vorgang? Wo bleibt ihr Aufschrei, werden Protestmaßnahmen folgen? Die bereits getätigte Ansage, die gefährdeten afghanischen Frauen aus dieser Hölle herauszuholen, kann nicht die Antwort sein. Sind die Frauenorganisationen der westlichen Welt wirklich so realitätsfern zu glauben, dass alle gefährdeten, unterjochten Frauen aus diesem Steinzeitland herauskommen? Es mag sein, dass dies im Einzelfall für besonders gefährdete Frauen möglich wird, die meisten werden in diesem Steinzeitland bleiben müssen. Die Antwort auf die schreckliche Situation in diesem von religiösen Fanatikern gequälten Land muss durch kreative Protestmaßnahmen von außen kommen. Ganz besonders sind die in der freien Welt lebenden Frauenorganisationen gefordert. Protestnoten oder Menschenrechtsappelle allein werden nichts bewirken. Stillschweigen oder kaltes Achselzucken zu dieser Horrorwelt darf und kann es nicht sein. Die Kämpferinnen der Frauenorganisationen sind nun besonders gefordert, gegen diese männlich dominierte, unmenschliche Urzeitwelt aufzustehen und für die Rechte und Würde der gepeinigten afghanischen Frauen in den Kampf zu ziehen.

Franz Peer, Linz

Erschienen am Fr, 13.5.2022

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