Das freie Wort

Gesundheits- und Wirtschaftskrise

Für „sinnfähige Lehren“ aus der Corona-Krise ist es noch zu früh, trotzdem kommen bereits aus allen Richtungen die Ratschläge (Ratschläge sind auch Schläge) zur Zukunft der Landwirtschaft! Etwas eigenartig, sogar verzweifelt, wirken jene aus Umwelt- und Klimaschutzorganisationen, die unsere (Land-)Wirtschaft mit Dauerkritik überziehen! Angesichts der Tatsache, dass es Millionen Menschen gibt, deren Welt wegen der Pandemie aus den Fugen geraten ist, zu denen auch Landwirtinnen und Landwirte gehören, sind deren Botschaften hochnotpeinlich und ärgerlich! Zwar ist es um den Klimaschutz und eine mögliche CO2-Steuer etwas ruhiger geworden, weil sogar die unerfahrensten Volksvertreter einsehen, dass es kontraproduktiv und ungerecht wäre, der Bevölkerung weitere Belastungen aufzubürden. Genauso unfair ist es, die landwirtschaftliche Tierhaltung wegen der vom Vieh emittierten „Klimagase“ als bedeutenden Klimasünder anzuprangern! Nicht die Abholzung von Regenwald im Amazonasgebiet, nicht der Mercosur-Pakt der EU mit den südamerikanischen Staaten und den daraus resultierenden Folgen, nicht die riesigen Kreuzfahrt- und Containerschiffe und die Tausenden Flugzeuge, die Meere und Luft verschmutzen, nein, unsere Bäuerinnen und Bauern werden zu straffälligen Klimasündern abgestempelt. An Peinlichkeit nicht zu überbietende „Welt-Klima-Aktivisten“ regen an: Auf Kinder zu verzichten, ein totales Haustierverbot, der CO2-Ausstoß von Hund und Katze befeuert die Katastrophe! Die Anzahl der Kühe zu reduzieren oder am besten gleich abzuschaffen, um nachher das unnotwendige Grünland mit klimafreundlichen Baumarten aufzuforsten. Woher die Milch dann kommt, sollte es keine Kühe mehr geben, beantworten die Anhänger solcher Theorien mit: „Gibt alles im Supermarkt zu kaufen!“ Mit solchen Aussagen und Vorschlägen werden die Menschen nicht aufgeklärt, sondern fühlen sich vera..., wenn es um das wichtige Thema „Klimawandel“ geht! Was ein Klimaschutzgesetz, welches letztlich wieder die unteren Bevölkerungsschichten belastet, für Millionen von Autofahrern und Hunderttausende Familien bedeutet, darf sich jeder selbst ausrechnen. Das gilt wohl in gleicher Weise für die Landwirtschaft, die Landwirte, die durch deutlich steigende Energiekosten ihre Höfe nicht mehr bewirtschaften können!

Ing. Hans Peter Jank, Villach

Erschienen am Mo, 5.7.2021

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