„Gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt besser“, so Studienleiter Hans Gängler von der Fakultät für Erziehungswissenschaften der TU Dresden. Und auch schlechten Schülern helfen Hausaufgaben nicht. „Sie begreifen durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben,“ so der Wissenschaftler, der mit seinem Team rund 1300 Schüler und 500 Lehrer befragt hat.
Die Umfrage ergab, dass ein Drittel der befragten Lehrer nach eigenen Angaben nicht einzuschätzen vermag, ob die aufgegeben Hausübungen den Schülern etwas bringt. Etwa drei Viertel der Schüler zeigen laut den Lehrern auch wirklich keinen Erfolg. Nach Ansicht der Erziehungswissenschaftler sei es fast „empörend“, dass Lehrer nach dieser Erkenntnis überhaupt noch Hausübungen aufgeben.
Auch die Schüler zweifeln am Sinn der Aufgaben. 70 Prozent der Befragten gaben an, durch Hausaufgaben zwar weniger Fehler zu machen doch nur wenige davon glaubten auch, dass sich dadurch ihr Noten verbessern würden.
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