Bravo! Ariane Rädler und Katharina Huber – das erfolgreiche Duo, das aus dem Schatten kam! Weil „Kathi“ lange mit ihren Nerven und einer Finish-Schwäche zu kämpfen hatte und weil „Ari“ mit gleich vier Kreuzbandrissen und dem Tod ihrer Mutter fertigwerden musste …
Damen-Trainer Roland Assinger wandte sich am Hang seinem deutschen Kollegen Andreas Puelacher zu und sagte: „Gratuliere zu Bronze!“ Und bekam als Antwort: „Und dir zu Silbernen!“ Denn als letzte Läuferin des Teambewerbes stand noch Mikaela Shiffrin oben, die US-Königin des Slaloms. „Damit war die Sache geritzt“, fand „Asso“. Dann hörte der Cheftrainer am Funk, wie Mikas Vorsprung schmolz. ÖSV-Medien-Betreuerin Manuela Riegler gab wie immer die Zeiten durch: „Plus 13, plus 24 – und dann wurde aus Manus Stimme ein Koloratursopran. Da wusste ich, es passt“, grinste Assinger. Olympia-Sieg! „Ich kann’s noch gar nicht glauben“, gab Ariane Rädler (31) noch fast zwei Stunden nach der Entscheidung zu.
Als Mikaela Shiffrin mit nur 15.-bester (!) Slalom-Zeit ins Ziel und USA 1 auf Rang vier zurückfiel, flippte „Ari“ regelrecht aus: „Dass es endlich doch noch geklappt hat, ist eigentlich unvorstellbar!“
Und Katharina Huber (30), von Freundin Katharina Truppe als Allererste im Ziel umarmt, schien ebenso echte Bauklötze über die plötzlich sooo goldige Ski- Welt zu staunen. Für das Duo, das sich für den Wettkampf nach seinem gemeinsamen Geburtsjahr „1995“ benannt hatte, war dieses Olympia-Gold die wundersame Erlösung nach einem jahrelangen Ringen um den Sprung an die Weltspitze.
Fragwürdiger Ruf
Huber schien den fragwürdigen Ruf einer Trainingsweltmeisterin nicht mehr loszuwerden und Rädler musste vier (!) Kreuzbandrisse und 2019 den Tod ihrer Mutter verarbeiten. „Ari“ wandte sich vor Hubers Fahrt auch an die Verstorbene: „Mama, du musst jetzt auf uns schauen, dass die Kathi das runterbringt“, formulierte sie laut – und die Mama machte, was Ari wünschte.
„Die beiden“, formulierten die Teamkolleginnen unisono, „sind ein Beweis, dass sich jahrelanges Kämpfen doch lohnt.“ Da sich die Niederösterreicherin und die Vorarlbergerin bereits aus Schülerrennen-Zeiten gut kennen, war schon vor dem Wettkampf die Freude über ein gemeinsames Rennen groß gewesen. „Ich hab‘ mich echt darüber gefreut“, erzählte Huber. Und ihre 1995-Partnerin nickte nur glücklich.
Rädler legte mit einer tadellosen Abfahrt die Basis für Gold, nur um sechs Hundertstel besiegt von Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson – Katharina machte dann mit der zehntbesten Laufzeit im Slalom den Sack zu.Mit gerade fünf Hundertstel Vorsprung rettete Huber den Triumph über die Ziellinie. Nach einem durchwachsenen Start zündete sie den Turbo. Skurril: Huber hatte lange Zeit gegen eine Finish-Schwäche gekämpft – auch die dürfte nun endgültig „ausgeheilt“ sein ...
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