Italien eliminiert

Historischer Triumph! Österreich im WM-Finale

Der Traum vom erstmaligen WM-Titel lebt für Österreichs U17-Fußball-Nationalteam weiter. Die Truppe von Teamchef Hermann Stadler bezwang am Montag in der Aspire Academy in Doha Italien im Halbfinale mit 2:0. Matchwinner war wieder der 17-jährige Kärntner Johannes Moser, der mit seinen Turniertoren sieben (57.) und acht (93.) die alleinige Führung in der WM-Schützenliste übernahm. Finalgegner ist am Donnerstag (17 Uhr ) im Khalifa International Stadium Portugal.

Für Österreich ist es ein historischer Erfolg, war doch zuvor in allen Altersklassen noch nie ein WM-Finaleinzug gelungen. Die Österreicher sind das einzige Team, das alle Partien im Laufe des Turniers gewinnen konnte. In der K.o.-Phase gab es auch im vierten Antreten nach einem 2:0 gegen Tunesien, 4:0 gegen England und 1:0 gegen Japan wieder keinen Gegentreffer. Auch zuvor in der Gruppenphase hatten Moser und Co. in den Partien gegen Saudi-Arabien (1:0), Mali (3:0) und Neuseeland (4:1) nur einen einzigen hinnehmen müssen.

(Bild: AP/Hussein Sayed)

Infantino und Wenger sahen ÖFB-Erfolg
Die Italiener starteten vor den Augen von FIFA-Präsident Gianni Infantino und Arsene Wenger mit viel Schwung und drängten in der Anfangsviertelstunde vehement auf den Führungstreffer. Die durch den Ausfall des gelb-gesperrten Ifeanyi Ndukwe geschwächte ÖFB-Defensive präsentierte sich da nicht so sattelfest wie im bisherigen Turnierverlauf, es war wohl auch der Nervosität geschuldet. Schon nach etwas mehr als einer Minute war Samuele Inacio im Abschluss zu unentschlossen. Thomas Campaniello zielte knapp vorbei (3.) und ein Volley von Dauda Iddrisa nach Inacio-Flanke ging hauchdünn drüber (12.).

Österreichs Youngsters haben es tatsächlich geschafft: Nur mehr ein Sieg fehlt zum ...
Österreichs Youngsters haben es tatsächlich geschafft: Nur mehr ein Sieg fehlt zum Weltmeistertitel.(Bild: AP)

  Mit Fortdauer der ersten Hälfte fand die ÖFB-Truppe aber besser rein, konnte vor allem über Hasan Deshishku immer wieder Akzente setzen, blieb aber ohne ganz guter Einschussmöglichkeit. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern ein ausgeglichenes Geschehen, ehe einmal mehr die große Stunde von Moser schlug. Nach tollem Lochpass von Jakob Werner zog der 17-jährige Offensivspieler des FC Liefering mit links ab und traf via Innenstange ins lange Eck. Es war sein dritter Turniertreffer aus dem Spiel heraus, daneben konnte er vier Elfmeter verwandeln.

(Bild: GEPA)
(Bild: GEPA)

Traum-Freistoß von Moser
Die Italiener mussten in der Folge mehr Risiko nehmen, gaben auch den Ton an, ganz nahe an den Ausgleich kamen sie aber nicht heran. Die ÖFB-Elf rund um Kapitän Jakob Pokorny besann sich nicht nur aufs Verteidigen und wurde dafür belohnt. Italiens Benit Borasio wurde nach einem Torraubfoul an Daniel Frauscher ausgeschlossen und Moser versenkte den Freistoß aus mehr als 20 Metern genau im Eck.

Für Österreich ist es die erste Endspielteilnahme bei einem Großturnier seit jener der U16 bei der EM 1997. Auf WM-Ebene war das Halbfinale der U20 im Jahr 2007 bisher der größte Erfolg.

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