12.01.2008 10:23 |

Australian Open

Lospech für ÖTV-Sextett in 1. Melbourne-Runde

Bei der am Freitag vorgenommenen Auslosung haben die sechs fix im Hauptfeld des Australian Open stehenden Österreicher nicht unbedingt Losglück gehabt. Die wohl schwierigste Aufgabe erhielt Tamira Paszek. Die junge Vorarlbergerin muss in Runde eins gegen die als Nummer drei gesetzte Serbin Jelena Jankovic ran. Aber auch Stefan Koubek mit dem Spanier Carlos Moya (Nummer 16) und Werner Eschauer mit dem Tschechen Tomas Berdych (13) treffen auf Gesetzte. Mit Martin Slanar hat sich am Samstag ein weitere ÖTV-Spieler für den Hauptbewerb qualifiziert.

Paszek, die bereits seit mehr als einem Monat in neuseeländischen und australischen Gefilden weilt, geht als klare Außenseiterin in die Partie. ÖTV-Fed-Cup-Assistant-Coach Barbara Schwartz traut der 17-jährigen Vorarlbergerin aber sehr viel zu: "Tamira hat keine Angst vor großen Namen, sie wird Vollgas geben. Und in der ersten Runde ist die Chance auf eine Überraschung größer."

Jankovic hatte sich vor zwei Wochen mit einer Verletzung am rechten Fuß ins Hopman-Cup-Finale gequält, sprach dabei von einem großen gesundheitlichen Risiko. Am Mittwoch unterlag die 22-Jährige im Sydney-Viertelfinale zwar der Tschechin Nicole Vaidisova, bot aber eine sehr gute Leistung. Interessant freilich, dass das ÖTV-Ass nun Richard Brooks als Sparring-Partner hat. Dieser arbeitete bis Wimbledon 2007 mit Jankovic. Das bisher einzige Duell mit Jankovic verlor Paszek in Rom 3:6 und 4:6.

Bammer gegen Qualifikantin
Sybille Bammer weiß noch nichts über das Head-to-Head mit ihrer Auftaktgegnerin, denn es wird eine von zwölf Qualifikantinnen sein. Aufpassen heißt es für die Oberösterreicherin auf jeden Fall, denn ihre Gegnerin wird bei diesem Turnier mit drei Matches Vorsprung in die Begegnung gehen.

Für Yvonne Meusburger lebt die Chance auf Runde zwei, sie bekommt es mit Laura Granville zu tun. Die US-Amerikanerin hatte im vergangenen Jahr in Wimbledon allerdings aufgezeigt, als sie Bammer in der zweiten Wimbledon-Runde deutlich in die Schranken gewiesen hat. Es wird das erste Kräftemessen der 24-jährigen Vorarlbergerin mit der 26-jährigen aus Chicago. Sie rangiert aktuell als WTA-69. um zwei Plätze vor Meusburger.

Koubek und Eschauer gegen Gesetzte
In Duellen der 31-jährigen Koubek und Moya steht es 3:4, das bisher letzte Aufeinandertreffen des Kärntners ging erst am Dienstag in Sydney mit 1:6,6:4,6:2 an den Iberer. Grundsätzlich liegt Koubek das Spiel Moyas aber, und er ist auch zuversichtlich: "Ich bin sicher, dass ich ihn kein zweites Mal auskommen lasse", sprach Koubek in seinem Web-Tagebuch eine vergebene Führung im Dienstag-Match an.

Besonders motiviert wird der Villacher gegen den Finalisten von 1997 durch in diesen Tagen absolvierte Trainingseinheiten mit Roger Federer, Rafael Nadal, Nikolaj Dawydenko und James Blake. "Bessere Trainingspartner gibt es auf der ganzen Welt nicht", schrieb Koubek. Er hatte die Stars einfach um eine Trainingseinheit mit ihm gebeten bzw. jene mit Dawydenko von Ronnie Leitgeb offeriert bekommen.

Eschauer ist gegen Berdych Außenseiter, in den Jahren 2002 bis 2004 drei absolvierten Challenger-Begegnungen holte der Niederösterreicher gegen den heute 22-jährigen Weltranglisten-14. keinen Satz. Jürgen Melzer trifft auf Jiri Vanek, hat das bisher einzige Duell mit dem Tschechen 2006 in Casablanca 6:7,2:6 verloren. Dennoch ist der Wahl-Wiener gegen den Weltranglisten-99. in der Favoritenrolle.

Slanar schafft Sprung in den Hauptbewerb
Martin Slanar hat sich am Samstag überraschend für den Hauptbewerb der Australian Open in Melbourne qualifiziert. Der Österreicher setzte sich in der dritten Qualifikationsrunde gegen den Franzosen Josselin Ouanna 7:6, 6:3 durch. Ausgeschieden ist hingegen Daniel Köllerer. Der 24-jährige Oberösterreicher unterlag dem Briten Jamie Baker 4:6 und 4:6.

Melzer verliert Doppel-Finale in Auckland
Jürgen Melzer hat unterdessen am Samstag bei dem mit 464.000 Dollar dotierten ATP-Hartplatz-Turnier im neuseeländischen Auckland das Doppel-Finale verloren. Der Österreicher musste sich mit seinem belgischen Partner Xavier Malisse in seinem 13. ATP-Doppel-Endspiel dem peruanisch-argentinischen Duo Luis Horna und Juan Monaco 4:6, 6:3 und 7:10 geschlagen geben.

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