So, 19. August 2018

Neue Hoffnung?

16.08.2007 13:50

Blutspur angeblich nicht von Madeleine McCann

Die Blutspuren in der portugiesischen Ferienwohnung der Familie McCann stammen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von der kleinen "Maddie". Das berichtet die Londoner "Times" und beruft sich dabei auf ein vierseitiges Gutachten jener britischen Gerichtsmediziner, die die Spuren für die portugiesische Polizei analysieren. Die Ermittler in dem Urlaubsland gehen dennoch davon aus, dass das Mädchen ermordet wurde.

Experten des britischen Rechtsmedizinischen Dienstes seien laut Times zu der Auffassung gelangt, dass es sich um das Blut eines Mannes handle. Das Ergebnis der Blutanalyse gelte bisher aber nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 72 Prozent als zutreffend. Die Spur stamme wahrscheinlich von einem weißen Nordeuropäer. Die Ermittler vermuteten, dass dieser Mann zu jenen Bewohnern der Ferienwohnung gehörte, die das Appartement mehrere Wochen nach dem Auszug der Familie McCann gemietet hatten.

Der Londoner „Daily Mail“ zufolge befürchten die Ermittler dennoch, dass das vier Jahre alte Mädchen aus Großbritannien in der Wohnung umgekommen ist. Neben den Blutresten hätten Detektive in dem Appartement eine „Rekordmenge“ von anderen Spuren entdeckt, die darauf hindeuteten, dass Madeleine tot sei, erklärte Polizeisprecher Olegário Sousa der Zeitung. Zugleich hat Sousa die Bekanntgabe neuer offizieller Verdächtiger in den nächsten Tagen angekündigt.

McCanns fühlen sich von Polizei hingehalten
Zuvor hatten die McCanns die portugiesische Polizei scharf attackiert. Sie wollen endlich Klarheit über das Schicksal ihrer Tochter, hieß es. "Wir beide würden es lieber wissen - auch wenn das bedeutet, dass wir der schrecklichen Wahrheit, dass Madeleine tot ist, gegenüberstehen", sagte Madeleines Mutter, Kate McCann, in einem am Montag veröffentlichten Interview.

Am vergangenen Wochenende, genau 100 Tage nachdem die Vierjährige aus einem Ferienappartement an der portugiesischen Algarve-Küste verschwand, hatte die Polizei erstmals eingeräumt, dass das britische Mädchen tot sein könnte. Freunde der McCanns kritisierten, dass die Polizei dies öffentlich machte, ohne die Eltern zu informieren. Es sei "außerordentlich", dass die Behörde nicht "den Anstand" gehabt habe, dem Paar Bescheid zu geben.

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