14.07.2007 15:22 |

15 Jahre Haft drohen

Arzt in Australien wegen Terrors in GB angeklagt

Zwölf Tage nach seiner Festnahme im Zusammenhang mit den fehlgeschlagenen Anschlägen in London und Glasgow ist einem Inder in Australien offiziell die Unterstützung einer Terror-Organisation angelastet worden. Medienberichten zufolge hatte Haneef dem mittlerweile ebenfalls festgenommenen Sabeel Ahmed die SIM-Karte seines Handys überlassen. Bei einem Schuldspruch drohen Haneef bis zu 15 Jahre Haft.

Der Arzt Mohammed Haneef habe durch Gedankenlosigkeit die Vorbereitung der Anschläge unterstützt, sagte Kommissar Mick Keelty von der australischen Bundespolizei am Samstag in Sydney. Der 27- jährige Haneef habe der Terror-Gruppe, die Anschläge in Großbritannien vorbereitet habe, insbesondere durch die Überlassung der SIM-Karte seines Handys geholfen.

Die Zeitung "The Australian" berichtete unter Berufung auf amtliche Dokumente, Haneef habe seine SIM-Karte dem Verdächtigen Ahmed gegeben, bevor er aus Großbritannien nach Australien umzog. Ahmed sollte in Großbritannien die verbliebenen Freiminuten nutzen.

Keelty verteidigte Haneefs knapp zweiwöchigen Gewahrsam mit den umfassenden Ermittlungen. Fast 300 Polizeibeamte und Juristen seien an der Sichtung tausender Dokumente beteiligt, sagte er. Bei der Entscheidung seien Menschenrechte, das Interesse der Allgemeinheit sowie der Ermittler gegeneinander abgewogen worden. Keelty sagte weiter, er wisse nicht, ob Großbritannien Haneefs Auslieferung beantragen werde.

Haneefs Anwälte wiesen die Vorwürfe gegen ihren Mandanten zurück. Die Entscheidung über ihren Antrag auf eine Freilassung Haneefs auf Kaution wurde auf Montag verschoben.

Haneef, der als Oberarzt in einem ostaustralischen Krankenhaus arbeitete, war am 2. Juli auf dem Flughafen von Brisbane festgenommen worden, als er ohne Rückflugticket in sein Heimatland Indien fliegen wollte.

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