02.07.2007 16:08 |

318 Todesopfer

Mehr tödliche Unfälle im ersten Halbjahr

Die Zahl der Verkehrstoten ist im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres massiv angestiegen. Nach der vorläufigen Halbjahresbilanz des Innenministeriums gab es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 318 Verkehrstote. Das ist ein Anstieg von 13,2 Prozent. Im Vorjahr war im selben Zeitraum mit 281 Toten der absolute Tiefstand erreicht worden.

318 Tote sind das bisher zweitniedrigste Zwischenergebnis seit Bestehen der Statistik, also seit mehr als 50 Jahren. "Die den Sicht-, Fahrbahn- und Verkehrsverhältnissen nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit ist nach wie vor die Hauptursache der tödlichen Unfälle. Ich appelliere deshalb an alle Verkehrsteilnehmer, sich gerade jetzt und während der bevorstehenden Urlaubszeit der Verantwortung beim Lenken eines Fahrzeuges bewusst zu sein und sich vorbildlich und rücksichtsvoll zu verhalten", erklärte Innenminister Günther Platter am Montag.

16,7 der Toten sind Motorradfahrer
Fast 57 Prozent aller Getöteten sind Pkw-Lenker oder Insassen, viele davon sind junge Leute bis 26 Jahre oder ältere Verkehrsteilnehmer, also über 60-Jährige. Die zweitgrößte Gruppe der Verkehrstoten bilden mit 16,7 Prozent die Motorradfahrer. Hier ist die mittlere Altersgruppe - 40- bis 50-Jährige - besonders gefährdet. Im ersten Halbjahr starben insgesamt 53 Motorrad-Lenker oder - Mitfahrer im Straßenverkehr. In den ersten sechs Monaten 2007 waren es 32.

Zu berücksichtigen sind dabei die Wetterbedingungen. Während der Jahresbeginn 2006 sehr winterlich war, gab es in den ersten Monaten dieses Jahres eine ungewöhnliche Wärmeperiode, weshalb mehr Biker als üblich unterwegs waren. Im ersten Halbjahr 2007 sind 14 Menschen an Eisenbahnkreuzungsanlagen bei Kollisionen mit Zügen tödlich verunglückt. Im gesamten Vorjahr waren es 21 Personen.

Nur in Vorarlberg und Kärnten weniger tödliche Unfälle
Aufgeschlüsselt auf die Bundesländer, gab es in Niederösterreich 99 Verkehrstote, in Oberösterreich 71, in der Steiermark 52, in Tirol 22, in Salzburg und Kärnten je 18, im Burgenland 15, in Wien zwölf und in Vorarlberg sieben tödliche Unfälle. Nur in Vorarlberg und Kärnten sei die Zahl in der Statistik zurückgegangen.

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