26.04.2003 13:40 |

Wieder ins All

Erste ISS-Mission seit Columbia-Unglück

Zum ersten Mal seit der "Columbia"-Katastrophe ist wieder eine bemannte Raumfahrt-Mission ins All gestartet. Das Astronauten-Duo soll die Besatzung der ISS ablösen.
Der russische Kosmonaut Juri Malentschenko undsein US- Kollege Edward Lu verließen am Samstagmorgen denWeltraumbahnhof Baikonur an Bord einer Sojus-Raumkapsel. Am Montagmorgensoll das Duo an der Internationalen Raumstation andocken und diebisherige Langzeitbesatzung nach zweimonatiger Verzögerungauf die Heimreise zur Erde schicken.
 
Einzige Verbindung zur ISS
Seit dem "Columbia"-Absturz am 1. Februar mit siebenToten sind die russischen Sojus-Raumschiffe die einzige Verbindungzur ISS. Weltraumexperten bezeichneten den mehrfach verschobenenSojus-Start als wichtiges Signal für den Fortbestand derRaumstation.
 
Nur zwei statt drei Astronauten
Die "Sojus"-Rakete startete planmäßigum 5.54 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in der kasachischen Steppe.Um Lebensmittel und Treibstoff zu sparen, fliegen nur zwei Astronautenin der dreisitzigen Sojus-Kapsel. Der freie Platz wurde mit zusätzlicherFracht vollgepackt.
 
Am Montag wird angedockt
Kommandant Malentschenko und Bordingenieur Lu sollenam Montagmorgen nach 33 vollen Erdumkreisungen in knapp 400 KilometernHöhe an der ISS andocken. Die Besatzung an Bord der ISS sollam 3. Mai wieder zur Erde zurück kehren.
 
Bis zum Oktober im All
Die beiden Neuankömmlinge sollen bei ihrem bisOktober geplanten Aufenthalt im All vor allem die Betriebsfähigkeitder ISS sichern und wissenschaftliche Experimente durchführen.Der ursprünglich geplante Ausbau der ISS muss verschobenwerden, weil nach dem Shuttle-Verbot Transportkapazitätenvon der Erde zur Raumstation fehlen.
Montag, 10. Mai 2021
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