13.01.2007 18:40 |

Wengen-Abfahrt

Bode Miller gewinnt vor Cuche und Fill

Bode Miller war bei der klassischen Lauberhorn-Abfahrt in Wengen eine Klasse für sich. Der US-Amerikaner distanzierte den Zweiten Didier Cuche aus der Schweiz um 65 Hundertstel und feierte seinen bereits vierten Saisonsieg. Dritter wurde der Italiener Peter Fill. Bester ÖSV-Läufer war Klaus Kröll als Sechster vor Christoph Gruber, Hermann Maier fuhr auf Platz neun. Michael Walchhofer schied aus, nachdem er sich beim Start selbst auf den Ski gestiegen war und später stürzte.

Wie der zweifache Bormio-Sieger Walchhofer stürzte auch der zweifache Bormio-Dritte Mario Scheiber. Damit war das schlechteste Saison-Abfahrts-Ergebnis der ÖSV-Abfahrer perfekt. Benjamin Raich fuhr auf den zwölften Rang, Fritz Strobl wurde 13.

„Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu gewinnen“
Ausgerechnet Miller, der oft als Party-Boy mit alles anderem als herausragender Ausdauer gesehen wird, gewann die Kondi-Schlacht auf der längsten Abfahrt der Welt. Die auf Grund der zahlreichen Stürze auch punkto Dauer zu einem echten Marathon wurde. "Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu gewinnen", erklärte Miller. Er war nur einer von vielen, die nach der mehr als vier Kilometer langen Abfahrt und dem diesmal außerordentlich weit gehenden Zielsprung über die Ziellinie stürzten.

Kröll unter Schmerzmitteln Sechster
Für den Steirer Kröll war es das beste Saisonergebnis. Und eine helle Freude - vor allem nach seiner schweren Verletzung vom Weltcup-Finale in Aare (u.a. Schienbeinkopfbruch, Mittelhandknochenbruch, mehrere Finger gebrochen, etc.) „Ich nehme zwar noch Schmerzmittel vor dem Rennen, aber unterm Fahren habe ich keine Schmerzen. Nur Laufen und Stiegensteigen geht nicht gut.“

Maier zieht Hut vor „Ziel-Sturz-Läufern“
Als einen „brutalen Kampf“ beschrieb Gruber die Abfahrt. „So weit ist der Zielsprung noch nie gegangen“, meinte der Schwazer, der nach Fehlern im oberen Teil unten ordentlich Gas gegeben hat. Hermann Maier zog den Hut vor jenen Läufern, die erschöpft ins Ziel purzelten. „Die gehen ans Limit und drüber. So ans Limit bin ich noch nie gegangen.“ Benni Raich wärmte sich mit seinem mit Abstand besten Abfahrts-Saisonergebnis für die Super-Kombi am Sonntag auf.

 

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