So, 24. Juni 2018

Ex-Banker Sepp Eder

12.01.2018 17:36

Mit 50 Häusern im Gepäck auf die Philippinen

300 Holzhäuser hat der Salzburger Weltenbummler Sepp Eder (69) schon auf den Philippinen errichtet. Für die Opfer des Taifuns "Haiyan", der 2013 dort 4,3 Millionen Menschen obdachlos machte. Viele Sponsoren aus Salzburg machen es möglich, dass der Pinzgauer nun den Bau weiterer 50 Häuser in Angriff nimmt.

Alte Liebe rostet nicht: Und auch deshalb unterstützen viele Raiffeisenkassen die Hilfsaktion von Sepp Eder, der ja viele Jahre eine Bank im Pinzgau leitete. So wie Direktor Gerhard Huemer von der Raika Maxglan: "Wir stellen demnächst die schönsten Bilder, die Sepp in den letzten Jahren auf den Philippinen gemacht hat, in unserer Bank aus." Sie stammen aus den bunten "Mabuhay"-Jahreskalendern, deren Verkauf ein maßgeblicher Teil des Spendenaufkommens darstellen. Der 2018er-Kalender ist ausverkauft, Sepp Forcher bekam das letzte Exemplar.

Seit 40 Jahren forscht Sepp Eder auf den Philippinen, unterstützt Urvölker bei der Erhaltung ihrer Kultur und dokumentiert ihre Sprache. Und er wurde dort deshalb Ritter des Rizal-Ordens geschlagen, benannt nach dem philippinischen Freiheitshelden Jose Rizal.

Innerhalb von vier Jahren, zuletzt von November 2016 bis April 2017 hat er, dank vieler Spender aus Salzburg und unterstützt vom Entwicklungspolitischen Beirat des Landes, dort bereits Enormes geleistet: "Wir haben 250 einfache Holzhäuser auf der Insel Bantayan und 50 weitere auf der Insel Kinatarkan gebaut." Beide Inseln liegen vor der Nordspitze von Cebu.

Freitag brach Sepp Eder wieder von Salzburg Richtung Manila auf, vier Monate wird er dort verbringen: "ich habe das Geld für 50 weitere Unterkünfte im Gepäck", freut er sich über die großzügigen Spender seiner Hilfsaktion "PHILHELP". "Diesmal geht es auf die kleine Insel Hilantangan in der Provinz Santa Fe, wo bisher keinerlei Hilfe bei den Menschen angekommen ist. Wir wollen, wenn möglich, ein ganzes Dorf wieder aufbauen." Und zwar samt Gemeinschaftshaus und Schule, damit die Menschen nicht absiedeln.

500 Euro kostet ein sechsmal fünf Meter großes Holzhaus, der Bau dauert vier Tage und die Menschen sind dabei angehalten, kräftig mit zu helfen: "Es gibt nur Sachleistungen, wir verteilen kein Geld", so Sepp Eder: "So ist gewährleistet, dass 100% der Spenden ankommen."

Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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