10.12.2017 17:50 |

Scheibe zerschlagen

Jungvater (21) rettete Sohn aus brennendem Auto

Er wurde zum Lebensretter seines kleinen Sohnes! Ein 21-jähriger, im Unterland lebender Türke konnte am Samstag wohl in allerletzter Sekunde seinen 20 Monate alten Buben aus einem lichterloh brennenden Auto befreien. Dafür schlug der Mann sogar mit der Faust die Scheibe ein.

Gegen Mittag setzte sich Orhan Aksu am Samstag zu Hause in Erpfendorf ans Steuer seines Mercedes. Gemeinsam mit seinem Sohn Azad Ali wollte der 21-Jährige in Ellmau die Mutter des Kleinen von der Arbeit abholen. "Bei Going nahm ich plötzlich Brandgeruch war. Ich dachte zuerst an einen rauchenden Kamin. Doch es war weit und breit keiner zu sehen", schildert der Jungvater der "Krone".

Plötzlich Flammen im Rückspiegel

Nur Augenblicke später sah er im Rückspiegel Flammen am Heck seines Wagens aufsteigen. Geistesgegenwärtig stoppte der Unterländer seinen Pkw und versuchte, die hintere Tür sowie die Heckklappe aufzureißen. Doch beide ließen sich nicht öffnen. "Ich deutete meinem Sohn an, auf die andere Seite zu schauen und schlug mit der bloßen Faust die Seitenscheibe ein. Ich wollte ihn einerseits vor Glassplittern schützen, andererseits sollte er nicht meinen aggressiven Gesichtsausdruck beim Einschlagen der Scheibe sehen", erklärt der Türke. Orhan schnappte sich seinen Sohn und lief mit ihm 30 bis 40 Meter vom brennenden Fahrzeug weg. "Ich wusste ja schließlich nicht, ob der Wagen womöglich explodieren würde."

Vater und Sohn unverletzt

Der Kleinwagen brannte vollständig aus. Doch das allerwichtigste: Dank der blitzschnellen Reaktion des 21-Jährigen blieb sowohl er selbst, als auch sein Sohn vollkommen unverletzt. "Ich glaube, zehn Sekunden später hätte ich nichts mehr machen können. Ich hätte mir nie verziehen, wenn dem Kleinen etwas Schlimmes passiert wäre", fiel dem stolzen Familienvater wahrlich ein riesen Stein vom Herzen.

Die Ermittler gehen übrigens von einem technischen Defekt aus, der das Feuer verursachte.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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