11.12.2006 17:54 |

Bombenalarm

Experten sprengen mutmaßliche Rohrbombe

Schon wieder Bombenalarm in Niederösterreich: Nach dem brisanten Fund vor einer Woche in Leopoldsdorf hat am Montag ein Angestellter einer Baufirma in Rastenfeld im Bezirk Krems bei der Mischanlage ein etwa 50 Zentimeter langes Eisenrohr gefunden, das an den Enden mit Muffen verschlossen war. Daraus führten Drähte zu einem elektronischen Wecker. Der Entschärfungsdienst des Innenministeriums hat den rohrbombenähnlichen Gegenstand gesprengt.

Ob es sich um einen Sprengsatz oder eine Attrappe gehandelt hat, soll eine chemische Analyse klären, hieß es seitens des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Bei der gezielten Sprengung wurde das Areal zuvor großräumig abgesperrt. Den Experten zufolge sah das verdächtige Rohr "sehr echt" aus.

Täter gesucht
Die Ermittlungen hinsichtlich des oder der Täter wurden aufgenommen. Auch wenn es sich "nur" um eine Attrappe gehandelt haben sollte, sei ein gerichtlicher Tatbestand - Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung - gegeben.

Erst am 4. Dezember war in Leopoldsdorf im Bezirk Baden eine voll funktionstüchtige Rohrbombe mit Fernzündung entdeckt und entschärft worden. Durch Zeugenbeobachtungen und folgende Auto-Kontrollen waren daraufhin zwei verdächtige Wiener ausgeforscht worden (siehe Infobox).

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