Mit viel Geld und großem Aufwand werden in Oberösterreich die gefährlichsten Umweltsünden der Vergangenheit entschärft. Gudrun Achleitner-Kastner leitet beim Land die Gruppe Altlasten und Verdachtsfälle. Als größtes Sanierungsprojekt Österreichs gilt das 350.000 m² große Areal der Kokerei am Gelände der Voestalpine Linz, seine Sanierung dauert 10 Jahre.
"Krone": Wie viele Altlasten sind in Oberösterreich ausgewiesen?
Gudrun Achleitner-Kastner: Bisher 79 mit unterschiedlichem Gefährdungspotenzial, die Schritt für Schritt saniert werden. Wobei mit den gefährlichsten begonnen worden ist.
"Krone": Welcher Art sind diese Altlasten?
Achleitner-Kastner: Es handelt sich beispielsweise um wilde Deponien, aufgelassene Tankstellen und ehemalige Putzereien.
"Krone": Wie schaut die bisherige Zwischenbilanz aus?
Achleitner-Kastner: 48 Altlasten sind gesichert oder saniert worden, dafür konnten auch 171,1 Millionen Euro an Bundesförderung lukriert werden.
"Krone": Was ist bei den 32 anderen Altlasten passiert?
Achleitner-Kastner: Die sind alle schon untersucht worden, bei 25 von ihnen läuft bereits die Vorbereitung oder die Umsetzung der Sanierung.
"Krone": Was sind die drei größten Sanierungsprojekte im Land?
Achleitner-Kastner: Die Kokerei Linz mit bisher 85 Millionen Euro an ausbezahlter Förderung, die Deponie der Gusswerkstraße in Steyr mit 7,5 Mio. Euro und die Deponie Freistadt mit 4,5 Mio. Euro.
"Krone": Müssen die Verursacher selbst auch etwas bezahlen?
Achleitner-Kastner: In allen drei Fällen fünf Prozent der Kosten.
Interview: Jürgen Pachner, Kronen Zeitung
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