Mi, 21. November 2018

Staus erwartet

01.09.2017 07:00

Ferienende für 475.000 Schüler in Ostösterreich

Für 475.000 Schüler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland klingelt ab Montag der Wecker wieder früher. Allein in Wien starten 225.000 Kinder und Jugendliche (davon 17.000 "Taferlklassler") ins neue Schuljahr. Für das Wochenende werden aufgrund des Rückreiseverkehrs - auch in mehreren deutschen Bundesländern enden die Ferien - massive Staus und lange Verzögerungen erwartet.

Für die Nachfrage an Ganztagsschulen baut Wien das Angebot aus. Insgesamt 702 Schulstandorte zählt die Stadt. Im kommenden Schuljahr kommen 103 neue Schulklassen dazu. Ein Teil davon befindet sich in den neuen Ganztagsschulen, wie sie etwa im Campus Attemsgasse (Donaustadt) oder in den Schäffergasse (Wieden) eröffnen.

"Bildungschancen hängt vom Geldbörsl der Eltern ab"
Damit werde fast die Hälfte der Pflichtschulstandorte nach Ganztagsmodell betrieben, freute sich Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Das sei in Sachen Chancengleichheit sehr wichtig - denn: "Immer noch hängen die Bildungschancen der Kinder vom Geldbörsl der Eltern ab." Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) unterstrich das Ansinnen der SPÖ, die gemeinsame Schule der Sechs- bis 14-Jährigen weiter forcieren zu wollen. "Das Verharren im System des 19. Jahrhunderts wird unsere Kinder nicht voranbringen."

Nur noch eine reine Flüchtlingsklasse
Laut Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer besuchen im heurigen Schuljahr insgesamt 5542 Flüchtlingskinder eine Wiener Pflichtschule. Die Zahl der reinen Flüchtlingsklassen verringert sich dabei merkbar - von zuletzt sechs bleibt nur noch eine im Bezirk Neubau übrig. Erhöht wird indes die Zahl der Schulpsychologen, und zwar um 14 Personen. Sie werden an 100 Volksschulen tätig sein.

Staus prognostiziert
Das Ende der Sommerferien steht allerdings nicht nur im Osten Österreichs bevor, sondern auch in der Slowakei sowie im Norden der Niederlande und in mehreren deutschen Bundesländern. Die Autofahrerklubs ARBÖ und ÖAMTC erwarten daher massive Staus und stundenlange Verzögerungen. Stauschwerpunkte werden die Grenzen sowie die Süd-Nord-Verbindungen sein. Das prognostizierte Schlechtwetter könnte die Staus noch verstärken, warnte der ÖAMTC.

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