So, 24. Juni 2018

Thiem jubelt:

05.07.2017 09:30

"Für Sebastian freu ich mich mehr als für mich"

Erstmals seit 2011 stehen wieder zwei österreichische Herren in der zweiten Wimbledon-Runde! Dominic Thiem löste die schwierige Aufgabe Vasek Pospisil mit 6:4, 6:4, 6:3. Sebastian Ofner setzte seinen Sensationslauf fort, besiegte Thomaz Bellucci 6:2, 6:3, 6:2. Thiem: "Für Sebastian freu ich mich mehr als für mich."

"Das war definitiv mein bestes Rasen-Match der Saison", lachte Thiem glücklich. Die Latte dafür lag nicht hoch, aber Dominic übersprang sie ganz locker. Den gefürchteten Aufschlag Pospisils hatte er völlig im Griff. Weil er hervorragend returnierte, den Kanadier unter Druck setzte.

Thiem schaffte schon das Break zum 3:2, während er selbst bei eigenem Service nicht nur im gesamten Match keinen Breakball zuließ, sondern sogar nie über Einstand gehen musste. Zwar wehrte Pospisil mehrere Breakchancen gut ab, aber Thiem zeigte sich geduldig. Im zweiten Durchgang gelang ihm das Break zum 5:4, im dritten schaffte er gar zwei Breaks.

"Das war eine starke Leistung", strahlte der 23-Jährige, der sich nun ausgezeichnete Chancen ausrechnen darf, in Wimbledon erstmals die zweite Runde zu überstehen. Donnerstag trifft er auf Gilles Simon. Gegen den gewann er fünf der bisherigen sieben Duelle. "Aber der ist, auch wenn er heuer nicht so in Form ist, immer ein unangenehmer Gegner."

Nachtisch als Lohn
Einen solchen hat auch Sensationsmann Sebastian Ofner mit Jack Sock, der Nummer 18 der Welt. Doch das kann ihm egal sein. "Ich hatte ja nicht einmal mit der Qualifikation gerechnet", staunte der 21-Jährige. "Jetzt in der zweiten Runde zu stehen, ist unbeschreiblich." Für ihn in jeder Hinsicht eine neue Welt. Er hat bereits 65.000 Euro Preisgeld sicher - 19.000 mehr, als bislang in seiner gesamten Karriere

Und jeder Cent ist redlich verdient. Auch gegen Thomaz Bellucci, kein Rasen-Spezialist, aber immerhin die Nummer 55 der Welt, zeigte Ofner nur anfangs Nervosität. Aber schon bald diktierte der Steirer mit seinem starken Aufschlag, gewann souverän 6:2, 6:3, 6:2.

Auch Andi Fasching, der ihn in Wimbeldon als Trainer betreut, war begeistert: "Zur Feier des Tages bekommt Sebastian heute einen Nachtisch und wir werden mit einem zweiten Bier anstoßen." Zum Match gegen Sock werden auch Sebastians Eltern Jörg und Gabriele einfliegen. Mama und Papa will er einen weiteren Sieg schenken: "Wenn ich weiter so serviere, hat es jeder schwer."

Gernot Bachler aus Wimbledon, Kronen Zeitung

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