Fr, 21. September 2018

Geheimdienstbericht

30.06.2017 06:18

Putin will Russlands Militär massiv aufrüsten

Russlands Präsident Wladimir Putin will die militärische Schlagkraft seines Landes weiter massiv ausbauen. Wie der US-amerikanische Verteidigungsnachrichtendienst Defense Intelligence Agency (DIA) in einem geheimen Dossier enthüllt, sollen die bereits jetzt mit 53 Milliarden Euro auf Rekordhöhe befindlichen Militärausgaben noch einmal erhöht werden. Den bisherigen Modernisierungsmaßnahmen bescheinigt der Nachrichtendienst dabei größten Erfolg.

"Das russische Militär ist auf dem Vormarsch - nicht wie die Sowjet-Armee, die dem Westen im Kalten Krieg gegenüberstand und von großen Einheiten mit schwerer Ausrüstung abhing. Sondern mit kleineren, mobileren, ausgewogeneren Streitkräften", heißt es in dem Bericht.

"Unsere Verbündeten vor potenziellem Aggressor schützen"
Aber Putin will es dabei nicht belassen, er will die Schlagkraft seiner Armee auch noch weiter erhöhen. "Nur moderne, leistungsstarke, mobile Streitkräfte sind in der Lage, die Souveränität und territoriale Integrität unseres Landes zu gewährleisten, uns und unsere Verbündeten vor jedem potenziellen Aggressor zu schützen - vor dem Druck und der Erpressung derer, denen ein unabhängiges und souveränes Russland nicht gefällt", erklärte er erst kürzlich vor mehr als 700 Offizieren im Kreml, wie die deutsche "Bild" berichtet.

G20-Gipfel bringt Zusammentreffen mit Trump
Der Bericht erschien kurz vor dem mit Spannung erwarteten Zusammentreffen von US-Präsident Donald Trump mit Putin am G20-Gipfel in Hamburg kommende Woche. Trump wolle dort erreichen, dass die USA zusammen mit dem gesamten Westen "eine konstruktivere Beziehung zu Russland entwickeln", hatte der Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster dazu erst am Donnerstag in Washington erklärt. Er betonte aber auch, dass der US-Präsident alles Notwendige tun wolle, "um dem destabilisierenden Verhalten Russlands entgegenzutreten". Damit bezog sich McMaster offensichtlich auf die Konflikte in Syrien und der Ukraine.

 krone.at
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