Mi, 14. November 2018

"Krieg"-Zitate

09.06.2017 16:52

Skandalöse Ansage von Irlands Co-Trainer Roy Keane

Einst verletzte die ManU-Legende Gegner absichtlich. Jetzt schockt Roy Keane als Assistant-Coach Irlands mit "Krieg"-Zitaten.

"Aufpassen, es ist halt Roy Keane." Fast rührend die Warnung von Pressechef Gareth Maher. Die "Krone" müsse mit allem rechnen. Kurz nahm sich Irlands Co-Trainer auch Zeit und kein Blatt vor dem Mund: "Wir ziehen in den Krieg", fordert der 45-Jährige von seiner Truppe am Sonntag gegen die ÖFB-Elf. "Wir müssen uns aufopfern. In so einem Spiel musst du deinen Körper reinwerfen, bereit sein, für dein Land zu sterben."

Eine martialische, auch im Fußball unangebrachte Ansage. In Österreich wäre das ein Skandal, undenkbar. Nicht auf der Insel. Da ist das Alltag: Erst recht für einen Roy Keane. Als Spieler wurde er bei Manchester United zur Legende, holte er Titel um Titel. Als "Terrier", der im Mittelfeld Angst und Schrecken verbreitete. Skandale inklusive.

In seiner Biographie gab Keane sogar zu, dass er bei seinem Revanchefoul 2001, auf das er vier Jahre gewartet hatte, an Alf-Inge Haland unter Alkoholeinfluss stand, den Norweger nur verletzen wollte. Begleitet mit den Worten: "Das ist für dich, du Scheißkerl."

"Es wird richtig hart"
Nicht sein einziger Konflikt: Er zerkrachte sich später auch mit Manchesters Trainer-Ikone Alex Ferguson. Und auch mit Irland. Denn vor der WM 2002 verließ Keane im Streit mit Trainer Mick McCarthy einfach das Team-Quartier. Das haben ihm viele bis heute nicht verziehen. Doch seit 2013 ist er zurück beim irischen Verband. Und als Assistant-Coach tickt er auch mit 45-Jahren noch so wie als Spieler. Keane ist der Gegenpart zu Taktik-Fuchs Martin O’Neill. Vor allem am Spieltag gefordert, da macht Keane die Spieler heiß. Erst recht am Sonntag.

"Da geht’s für uns in den Ring. Ein Spiel nach unserem Geschmack, wir sind hungrig", diktierte er auch den irischen Journalisten in die Notizblöcke. "Es wird richtig hart." Fragen über Österreichs Ausfälle blockte er ab: "Damit verschwende ich nicht meine Zeit. Sie haben Spieler aus der Champions League. Wir werden niemanden unterschätzen. Unsere Bilanz gegen Österreich ist ja noch schlecht. Aber wir können sie schlagen."

Mit wem, ließ er offen. Das entscheidet sein Chef O’Neill. Keane ist "nur" der Heißmacher. Aber diesen Job beherrscht er.

Rainer Bortenschlager (in Dublin), Kronen Zeitung

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