Sa, 19. Jänner 2019

GP von Monaco

29.05.2017 10:28

Kimi Räikkönen sauer wegen Ferrari-Taktik

Ferrari konnte beim GP von Monaco einen historischen Doppelsieg feiern (siehe Video oben). Sebastian Vettel distanzierte mit seinem Triumph seinen größten Rivalen Lewis Hamilton deutlich in der WM-Wertung. Dem Zweitplatzierten Kimi Räikkönen war allerdings nicht nach Feiern zumute.

Von einer verrückten Team-Order war nach dem Rennen die Rede? Wurde etwa Kimi Räikkönen verschaukelt? Mit versteinerter Miene stand der Finne auf dem Siegerpodest. Im Interview betonte er: "Es ist immer noch ein zweiter Platz. Aber ich fühle mich nicht gut dabei."

Versteckte Stallorder?
Räikkönen führte bis zur 33. Runde. Danach schleuste die Taktik des Ferrari-Teams Vettel auf Platz eins. Der Finne wurde zuerst zum Reifenwechsel bestellt, danach durfte Vettel viele schnelle Runden fahren, bevor er in die Box musste. Mit diesem Vorteil kam er knapp vor Raikkönen wieder auf die Strecke.

"Ich habe die ganze Nacht geträumt, wie ich an Kimi am Start vorbeikomme, doch dann hatte er einen guten und ich einen normalen Start, und von da an musste ich einfach nur geduldig sein", sagte Vettel.

Angesprochen auf eine Team-Order gab Räikkönen keine Stellungnahme ab: "Ich weiß es nicht", so der Finne. "Ich weiß nur, dass ich Zweiter wurde und Sebastian gewonnen hat, das Team hat einen Doppelsieg geholt, das ist natürlich toll für das Team, aber der Rest ... Ich wurde reingerufen und das ist alles. Sicher werden sie ihre Gründe dafür haben." Sein Vertrauen in das Team ist aber ungebrochen: "Ich fahre das Auto, also kann ich auch einfach selbst stoppen wann ich will. Ich vertraue ihnen. Wenn du kein Vertrauen ins Team hast, wird es wirklich kompliziert."

Toto Wolff scherzt
Mercedes-Teamchef Toto Wolff scherzte nach dem Rennen über die Diskussionen: "Jetzt hat Ferrari die Probleme, die wir früher hatten. Sie müssen bei einem Doppelsieg erklären, warum der richtige Fahrer gewonnen hat."

Der letzte Ferrari-Triumph im Fürstentum liegt lange zurück. 2001 hatte Michael Schumacher den letzten Sieg gefeiert. Ferrari-Boss Sergio Marchionne sprach dem Team seine dankenden Worte aus: "Etwas worauf wir sehr lange gewartet haben, ist endlich eingetreten. Dieser Doppelsieg in Monaco ist ein wichtiges Kapitel unserer Geschichte."

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