25.04.2017 07:47 |

Grill gut

Die heißesten Trends für die Grillsaison 2017!

Gillen ist in. Ob alleine oder in Gesellschaft. Ob elektrisch, über Holzkohle oder Gasflamme. Die heiße Ware vom Rost erfreut sich seit Jahren steigender Beliebtheit und befeuert einen florierenden Wirtschaftszweig, der hierzulande mittlerweile auf mehrere hundert Millionen Euro jährlich geschätzt wird und weiter rasant steigt. Hchste Zeit also, den Grill aus Garage oder Keller zu holen und genussvoll anzuheizen.

Ein Beleg für den Boom ist die Eröffnung immer neuer Grillshops, und auch in den Baumärkten werden die Grillecken sichtbar größer und artenreicher. Längst drängt sich dort eine ganze Palette neuer Grills der unterschiedlichsten Hersteller um die besten Plätze in der Auslage - vom Einweggrill bis zum luxuriösen Premium-Gerät ist da alles dabei.

Zunehmend rücken aber auch Grillbücher und anderes Zubehör ins Rampenlicht: Grillzangen, Spieße, Anzündkamine, Bluetooth Thermometer (siehe Produktübersicht), Räucherchips, Chicken Wing Halter, Spezialkohle, Wok-Einsätze, unterschiedliche Rosts, Abdeckhauben, Reinigungsbürsten, Burgerpressen und vieles mehr.

Outdoor ist in
Für Grillcompany-Shopleiter Markus Taibl ist diese Entwicklung wenig überraschend, entspreche Essen unter freiem Himmel und das gemeinsame Grillen mit Freunden doch voll dem Zeitgeist - und zwar quer durch alle Gesellschaftsschichten. "Die Faszination liegt im gemütlichen Beisammensein", so Taibl. Wenn die Gäste auf der Terrasse sitzen, will der Gastgeber nicht alleine in der Küche stehen und dort das Essen zubereiten. Er will sich unterhalten, an den Gesprächen teilnehmen und mehr oder weniger nebenher kochen.

Und weil dabei auch nicht immer dasselbe auf den Teller kommen soll, ergebe sich aus dem Trend eine, laut Taibl, "logische Konsequenz": die Investitionsbereitschaft von Herr und (immer öfter auch) Frau Österreicher in Grillgeräte und Equipment steigt. Dabei ist nach wie vor ein starker Trend in Richtung Räuchern ("Immer mehr Kunden trauen sich, diese Technik auszuprobieren.") und Gasgrills zu beobachten. "Besonders bei Neueinsteigern wird diese leicht zu erlernende Art und Weise zu grillen immer beliebter."

Stark nachgefragt sind aktuell außerdem kleine, mobile Grills in bunten Farben, die wahlweise mit Kohle- oder Gasbefeuerung daherkommen und sich besonders für den spontanen Ausflug ins Grüne eignen - auf sein Gegrilltes will man schließlich auch beim Picknick oder beim Badeausflug an den See nicht verzichten.

Für jeden Gschmack
Der "Glaubensfrage" nach Gas-, Elektro- oder Holzkohlegrill erteilt der Experte im Gespräch mit der Wohnkrone dann aber rasch eine Absage: "Das Endprodukt ist bei allen drei Grillmodellen das gleiche. Der Unterschied liegt lediglich im Grill selbst. Möchte ich so wie unsere Vorfahren grillen und möchte ich, dass es raucht und daneben entspannt mit Freunden ein Bier oder ein Glas Wein genießen, dann ist wohl der Holzkohlegrill die beste Wahl. Möchte ich jedoch sehr häufig und vor allem spontan grillen, dann wäre der Gasgrill die richtige Wahl - und Kunden wiederum, denen beides laut Hausordnung verboten ist, werden wohl eher zum Elektrogrill greifen."

Die Vorbereitung
Das A und O eines gelungenen Grillabends liegt für den Shopleiter in der Vorbereitung. Seine Tipps, den Grill nie auf eine brennbare Unterfläche zu stellen, auf einen festen Stand und ausreichend Abstand zur Essstelle zu achten, sind wohl in die Kategorie "selbstverständlich" einzuordnen. Ein häufiger Fehler liegt laut Taibl aber im rechtzeitigen Beginn. "Der Zeitfaktor beim Grillen mit Holzkohle wird sehr häufig unterschätzt." Das beginnt schon damit, dass man der Marinade ausreichend Gelegenheit geben sollte, kräftig ins Fleisch einzuziehen. Gerade beim Barbecue benötigt das Grillgut dann aber auch viele Stunden, um gut durch zu sein: Für Schweinsbraten kann man - bei allerdings niedriger Temperatur - gut und gerne fünf Stunden einplanen und bei einem Rindsbraten können es sogar bis zu sechs oder sieben Stunden werden. Als Merksatz gilt: Je gröber und zäher die Fleischfasern, desto niedriger sollte die Temperatur sein, desto länger allerdings die Gardauer.

Ein weiterer Fehler liegt laut Taibl in der Menüzusammenstellung, bei der man nicht nur die eigenen Lieblingsrezepte berücksichtigen, sondern unbedingt auf die Essgewohnheiten seiner Gäste Rücksicht nehmen sollte. Umfragen zufolge ist des Österreichers liebstes Grillgut immer noch das Steak, gefolgt von Spare Ribs. "Bei der Fülle an Grillrezepten ist es heutzutage aber überhaupt kein Problem mehr, auch Vegetariern am Grill etwas Passendes zuzubereiten", ergänzt Taibl.

Die Zeiten, als ausschließlich Fleisch und Wurst auf den Rost kamen, sind trotz der anhaltenden Vorlieben längst passé. Heute findet auch Gemüse wie Paprika, Lauch, Jungzwiebel und Zucchini den Weg auf den Rost und immer öfter auch Obst wie beispielsweise Pfirsiche. Auch Nachspeisen und sogar Kuchen lassen sich mit ein wenig Übung am Grill zubereiten, selbst ganze Menüs sind kein Problem - Suppen inklusive. Der Fantasie und den Möglichkeiten sind kaum mehr Grenzen gesetzt.

Tipps vom Profi
Am Trend zur gegrillten Vielfalt nicht ganz unbeteiligt sind auch die vielen Grillseminare, die von Baumärkten, Grillherstellern, aber auch von Köchen und Restaurants vermehrt angeboten werden. Dort kann der Laie vom Profi etwa lernen, wie man mithilfe glühender Kohlen perfekte Burger und Pizzen zaubert. Aber auch, auf was es bei der Zubereitung von Jakobsmuscheln, Kalamari oder Rib-Eye-Steaks, Palatschinken und Bratäpfeln ankommt. Und zuhause wird das Gelernte dann natürlich ausprobiert.

Kohle oder Briketts?
Stellt sich die (abschließende) Frage, die bekanntlich keinen Grillfan kalt lässt: Holzkohle oder Grillbriketts? "Da muss man unterscheiden", sagt Markus Taibl und lächelt wissend: "Will man lange grillen oder möchte man ein ganzes Stück Fleisch oder vielleicht ein ganzes Hühnchen grillen, dann sollte man Briketts verwenden. Denn diese halten bis vier Stunden konstant die Hitze. Braucht man hingegen eine richtig heiße Kohle für ein paar Steaks oder will man nur schnell was Kleines zwischendurch grillen, sollte man Holzkohle verwenden, da diese extrem heiß wird, dafür aber nur rund eineinhalb Stunden brennt."

Der Zweck heiligt also auch in diesem Fall die Mittel - und die sehen bei vielen Grillfans mittlerweile so aus, dass sie neben den klassischen Kohlegrill auch noch einen Gasgrill auf die Terrasse stellen. Man will schließlich auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und auch einmal eine größere Gästeanzahl souverän bekochen können …

Jürgen Zacharias, wohnkrone.at

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