14.02.2017 16:19 |

Viele Videos

Vier junge Agrarprofis rocken das Netz

Ungewöhnliche Perspektiven, große landwirtschaftliche Geräte, Tausende Klicks auf YouTube: Georg, Daniel, Martin und Markus, vier Schüler aus Wundschuh, glänzen im Netz mit Agrar-Videos. Die "Agrarprofis" werden auch heuer oft ausrücken um zum Beispiel den Kürbis prominent in den Mittelpunkt zu rücken.

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Spontan muss man sein: Ein Anruf und Georg, Daniel, Markus und Martin machen sich schon auf den Weg. Wenn einer der verbliebenen Haupterwerbs-Landwirte in Wundschuh südlich von Graz zu einem größeren Arbeitseinsatz am Acker ausrückt - möglicherweise sogar mit einer brandneuen Maschine -, sind die vier Burschen oft dabei. Meist ausgerüstet mit mehreren Kameras nehmen sie die Arbeiten aus mehreren Perspektiven auf, schneiden das Material danach in stundenlanger Arbeit am Computer, stellen die Videos auf YouTube und erzielen damit teilweise mehr als 80.000 Klicks, vor allem aus Deutschland, Österreich und Polen.

"Ich habe mich schon länger mit dem Thema Video beschäftigt", erzählt Georg Rath (15), dessen Familie landwirtschaftlich tätig ist. Vor fast zwei Jahren stellte er das erste Video über Erdäpfelarbeiten ins Internet und fing sofort Feuer.

Ein Handy tut es längst nicht mehr
"Die ersten paar Videos habe ich alleine gemacht", erzählt Georg, der das Josefinum in Wieselburg besucht. Etwas später stieß der heute 16-jährige Daniel Nager (Schüler an der LFS Hatzendorf) dazu, im Vorjahr komplettierten dann Martin Strohriegl (15) und Markus Kickmaier (14), beide gehen in die HTL Kaindorf, das Quartett mit dem klingenden Namen "Agrarprofis".

Mehr als 70 Videos haben sie mittlerweile online gestellt, vom Maisdreschen über Zwiebelernten bis zum Ballenpressen. "Wir wollen einfach zeigen, wie landwirtschaftliche Arbeit heute funktioniert", erzählt Markus. Das Equipment wurde immer professioneller. Genügte am Anfang ein Handy, sind mittlerweile mehrere Go-Pros, ein Camcorder und manchmal sogar eine Drohne im Einsatz. "Uns gelingen so Ansichten, die man sonst nicht hat", ist Georg stolz.

Die vier Agrarprofis waren sogar in Rumänien unterwegs und haben gefilmt, wie gleich acht Mähdrescher sich ein riesiges Feld "vorknöpften". Auch 2017 wollen die Burschen - in erster Linie natürlich am Wochenende und in den Ferien - möglichst oft ausrücken. Eine Idee: den Kürbis ein Jahr lang zu begleiten, vom Ansetzen bis zum Abfüllen des Kernöls.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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