22.09.2006 16:11 |

Lehrerin rastet aus

Pädagogin tritt Volksschüler mit Füßen

"Ich wollte ihm zeigen, wie das ist, wenn man Schmerzen hat!" So begründete eine 47-jährige Lehrerin im oberösterreichischen Mühlviertel, warum sie einen zehnjährigen Volksschüler mit Fußtritten verletzte. Der Bub hatte zuvor einem Klassenkameraden mit der Faust auf den Kopf geschlagen. Die Lehrerin wurde suspendiert.

"Derartige Erziehungsmethoden können wir an unseren Schulen natürlich keinesfalls dulden - dieser Lehrerin droht nun sogar Berufsverbot", will Oberösterreichs Landesschulrat Fritz Enzenhofer, "Herr" über 21.000 Lehrer und 214.000 Schüler, hart durchgreifen.

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte die aus Hagenberg stammende Pädagogin in der 4. Klasse der Volksschule von Wartberg ob der Aist beobachtet, wie am zweiten Schultag ein zehnjähriger Bub einen Mitschüler mit der Faust auf den Kopf schlug. Daraufhin soll sie die anderen Schüler aufgefordert haben: "Räumt Tische und Stühle zur Seite!", ehe sie den "Prügler" zu Boden warf und - selbst auf einem Sessel sitzend - mit dem Füßen gegen ihn trat.

Direktorin und Schulinspektor schockiert
Die Eltern gingen mit dem Buben zum Arzt, der stellte an einem Oberschenkel einen blauen Fleck fest und erstattete daraufhin Anzeige. Die Eltern wandten sich auch an die Direktorin der Schule. Die Lehrerin wurde sofort suspendiert, sie erwartet ein Disziplinarverfahren. "Ich habe etwas in dieser Art noch nie erlebt", so der zuständige Bezirksschulinspektor Franz Nösterer. "Ich bin schockiert."

Von Johann Haginger; Symbolbild

Dienstag, 18. Mai 2021
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