70.000 Austreibungen

Roms Chef-Exorzist Pater Gabriele Amorth ist tot

Ausland
17.09.2016 09:57

Pater Gabriele Amorth, der vielleicht berühmteste Exorzist der Welt, ist tot. Der Chef-Exorzist der Diözese Rom ist am Freitag im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie die katholische Verlagsgruppe San Paolo, mit der der aus Modena stammende Priester mehrere Bücher veröffentlicht hatte, berichtete, war Amorth seit einigen Tagen wegen Lungenproblemen im Krankenhaus gelegen.

Der internationale Zusammenschluss von Exorzisten wurde 1994 auf Initiative Amorths gegründet. Vorausgegangen war 1991 die Gründung einer italienischen Vereinigung von Exorzisten. Amorth, der von seinem Wirken fest überzeugt war, war bis zum Jahr 2000 erster Vorsitzender der Vereinigung. 70.000 Exorzismen (Teufels- oder Dämonenaustreibungen) hat der Priester laut eigenen Aussagen in den vergangenen 30 Jahren vorgenommen.

(Bild: AFP/picturedesk.com/Giulio Napolitano)

Die Zahl der Eingriffe entspreche aber nicht der Zahl der behandelten Personen, weil eine Beschwörung allein häufig nicht ausreiche. Den Menschen gehe es danach häufig besser. Nicht immer führten die Teufelsaustreibungen allerdings zur vollständigen "Befreiung", vor allem dann, wenn die Besessenen nicht aktiv mitwirkten, so Amorth.

"Das Böse existiert"
In zahlreichen Büchern hat er auch immer wieder vor dem Bösen gewarnt. "Das Böse existiert, aber es fürchtet unseren Herrn", sagte Pater Amorth bei Vorträgen. Glaube und Gebet seien daher ebenso wie der regelmäßige Empfang der Sakramente eine wirksamer Schutz gegen den Einfluss dämonischer Kräfte. Demut, ein Leben nach dem Evangelium, Nächstenliebe und Vergebung seien weitere Haltungen zum Schutz der Seele, so der Priester.

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