Mo, 18. Juni 2018

Afghane zündelte:

09.09.2016 16:02

Brand in Zelle: Zwei Justizwachebeamte im Spital!

Vermutlich aus Protest hat am Donnerstagvormittag ein Häftling in der Justizanstalt Graz-Jakomini seine Zelle - er war wegen rabiaten Verhaltens in Sicherheitsverwahrung - in Brand gesteckt und gleich mehrere Leben gefährdet. Zwei Justizwachebeamte, die dem Afghanen zu Hilfe kamen, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital.

"Den Verantwortlichen in der Justizanstalt ist nicht bewusst, dass unsere Arbeit jeden Tag gefährlicher wird. Wir sind aufgrund der Personallage schon lange am Limit", erklärt ein Personalvertreter der Justizanstalt.

"Uniform wird nicht respektiert"
Vorfälle mit rabiaten meist ausländischen Häftlingen würden überhand nehmen. "Sie nehmen uns nicht ernst, zeigen keinen Respekt vor unserer Uniform und halten sich an keine Regeln." Die Kolleginnen und das weibliche Krankenpersonal würden oft beschimpft.

Feuerzeug in Sicherheitshaftraum geschmuggelt
Dass der laut eigenen Angaben 17-jährige Afghane noch lebt, sei nur dem schnellen Eingreifen eines Justizwachebeamten zu verdanken. Mit einem Feuerzeug, das er reingeschmuggelt hatte, entfachte der Häftling - er wurde bereits zu einem Jahr verurteilt, wartet aber noch auf eine Verhandlung wegen Raub, Diebstahl und Sachbeschädigung - den Brand und brüllte dann um Hilfe.

"Das war sicher nicht der letzte Vorfall…", ist der Personalvertreter überzeugt. Der renitente Brandstifter wurde in das LKH Graz-West gebracht, wo ihn zwei Justizwachebeamte nun rund um die Uhr bewachen müssen.

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