Wilderei als Grund

Der Tiger ist in Kambodscha offiziell ausgestorben

Tierecke
07.04.2016 10:16

Nachdem vor fast zehn Jahren letztmalig ein Tiger in Kambodscha gesichtet wurde, ist die Raubkatze nun erstmals auch von Naturschützern für ausgestorben erklärt worden. "Es gibt heute keine Tiger-Population mehr in Kambodscha, sie sind ausgestorben", erklärte der WWF am Mittwoch. Hauptgrund dafür sei die Wilderei - also die illegale Jagd sowohl von Tigern als auch ihrer potenziellen Beute.

Kambodschas Wälder waren lange die Heimat von zahllosen Indochinesischen Tigern. Letztmalig gesichtet worden war ein Tier in dem südostasiatischen Land 2007. Er wurde von einer versteckten Kamera in der Provinz Mondulkiri ganz im Osten des Landes aufgenommen.

Die Regierung in Phnom Penh hatte im vergangenen Monat einen Plan zur Wiederansiedlung der Tiere vorgestellt. Demnach soll in einem riesigen Waldgebiet in Mondulkiri ein stark bewachtes Schutzgebiet eingerichtet werden. Zunächst sollen dort zwei männliche und fünf oder sechs weibliche Tiere ausgesetzt werden. Tierschützer begrüßten den Plan.

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