Die Uhr tickt: Ende Juni wird ein Darlehen über zwölf Millionen Euro fällig, das die Gemeinde Fohnsdorf einst für die Errichtung der Therme aufgenommen hat. Geld, das natürlich nicht vorhanden ist. Eifrig wird nun an einer Lösung gebastelt. Der große Wunsch: ein Investor, der auch ein Hotel errichtet.
136.000 Besucher wurden im (heißen) Vorjahr in der Aqualux-Therme gezählt - etwas weniger als 2014, im Grunde stagnieren die Zahlen. "An Wochenenden ist die Therme oft voll", sagt Bürgermeister Gernot Lobnig (SP). Um die Auslastung auch unter der Woche anzuheben, müsste ein Hotel direkt bei der Therme errichtet werden. Ein Wunsch, der seit Jahren besteht, bisher aber nicht in Erfüllung ging. "Alle Voraussetzungen wären da, mit den Skigebieten in der Region und dem Red-Bull-Ring wäre eine Ganzjahresauslastung gewährleistet", macht Lobnig Werbung.
Gemeinde will Zeit gewinnen
Interesse von Investoren soll vorhanden sein, doch es ist unrealistisch, dass bis Ende Juni alles unter Dach und Fach ist. Das heißt für die Gemeinde, dass eine andere Lösung für das Millionen-Darlehen notwendig ist. Gespräche mit der Kommunalkredit und dem Land Steiermark sind im Laufen.
Die derzeit wahrscheinlichste Option ist die Umwandlung in ein 25-Jahres-Darlehen mit kleineren Raten. Zudem sollen bis 2018 nur (ohnehin beträchtliche) Zinszahlungen anfallen, hier könnte das Land finanziell unterstützen. Die Gemeinde würde so viel Zeit gewinnen. Auch der kritische VP-Vizebürgermeister Volkart Kienzl ist dafür: "Eine Verlängerung würden wir begrüßen."
Prozess gegen Ex-Bürgermeister
Keinen neuen Termin gibt’s übrigens für den Prozess gegen den angeklagten Ex-Bürgermeister Hans Straner. Er ist laut Gericht weiterhin verhandlungsunfähig.













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